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Asien

Schwere Gefechte im Grenzgebiet

Nach ihrem Vormarsch im Swat-Tal nimmt die pakistanische Armee eine weitere Taliban-Hochburg ins Visier. Aus der Region Süd-Waziristan an der Grenze zu Afghanistan wird ein Wiederaufflammen heftiger Kämpfe gemeldet.

Pakistanischer Soldat (Foto: AP)

Bei schweren Gefechten in Süd-Waziristan sollen zahlreiche Aufständische und mehrere Soldaten getötet worden sein, wie aus Geheimdienstkreisen verlautete. Auslöser der Kämpfe war demnach ein Überfall auf einen Militärkonvoi im Dorf Tiarza. Laut Agenturberichten schossen Extremisten zudem etliche Raketen auf eine Kaserne östlich von Wana ab. Die Streitkräfte erwiderten das Feuer mit ihrer Artillerie.

Süd-Waziristan gilt als wichtiges Rückzugsgebiet von Taliban- und El Kaida-Anhängern. Von der halbautonomen Stammesregion aus starten sie ihre Angriffe auf das benachbarte Afghanistan.

"Arbeit" erledigt?

Mingora (Foto: AP)

Zurückerobert: Mingora

Im Swat-Tal rechnet die pakistanische Regierung indes mit einem baldigen Ende der Kämpfe. In zwei bis drei Tagen werde es hoffentlich gelingen, die letzten Widerstandsnester der Rebellen auszuheben, sagte ein ranghoher Vertreter des Verteidigungsministeriums am Sonntag (31.05.2009). "Nur fünf bis zehn Prozent der Arbeit" seien noch zu erledigen.

Bereits am Samstag hatten Regierungstruppen die Rückeroberung der größten Stadt im Swat-Tal, Mingora, bekanntgegeben. Eine unabhängige Berichterstattung aus der Region ist derzeit nicht möglich. Die Konfliktregion ist militärisches Sperrgebiet.

Eine "schreckliche" Situation

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) zeigte sich beunruhigt über die "schreckliche" humanitäre Lage im umkämpften Swat-Tal. Für die Menschen, die im Kampfgebiet zurückgeblieben seien, gebe es weder fließend Wasser, genügend Nahrung noch elektrischen Strom, heißt es in einer in Genf veröffentlichten Erklärung des IKRK. Die wenigen Ärzte und Pfleger in den Krankenhäusern könnten den Ansturm der Patienten nicht bewältigen.

Flüchtlinge im Nordwesten Pakistans (Foto: AP)

Viele der pakistanischen Flüchtlinge leben in Lagern - ihre Versorgung gestaltet sich schwierig

Seit Beginn der jüngsten Großoffensive gegen die Taliban Anfang Mai sind etwa zweieinhalb Millionen Menschen in der Region auf der Flucht. Insgesamt rund 1200 Aufständische und mehr als 80 Soldaten sollen getötet worden sein. (wa/SC/rtr/ap/dpa/afp)

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