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Sport-News

Schweden gewinnt Heim-WM

Bis zum Finale bleibt Überraschungs-Finalist Schweiz ungeschlagen, dann sind die Schweden zu stark. Die "Tre Kronor" holen sich zum neunten Mal den Titel, profitieren aber von einer Fehlentscheidung.

Das hat es schon lange nicht mehr gegeben: Zum ersten Mal seit 1986 hat wieder eine Eishockey-Nationalmannschaft den WM-Titel auf heimischem Eis gewonnen. Vor 27 Jahren gelang den Russen dieses Kunststück in Moskau, diesmal durften die Schweden vor 12.500 begeisterten Fans im Stockholmer Globen feiern. Der Co-Gastgeber besiegte das bisher noch ungeschlagene Überraschungsteam aus der Schweiz mit 5:1 (2:1, 0:0, 3:0) und sicherte sich so seinen neunten WM-Titel.

Das erste Tor der Partie erzielten die Schweizer: Roman Josi traf in der 5. Minute, doch die Schweden drehten das Spiel noch im 1. Drittel durch Tore von Erik Gustafsson (9.) und Henrik Sedin (12.). Das 2. Drittel blieb torlos, im Schlussdrittel kam den Schweden das Glück zu Hilfe: Beim 3:1 durch Simon Hjalmarsson (48.) übersahen die Schiedsrichter eine Abseitsposition – ein irreguläres Tor, das nicht hätte zählen dürfen. Die Schweden hatten die Partie nun im Griff und stellten durch zwei weitere Treffer von Loui Eriksson (56.) und Sedin (57.) den Endstand her. Nach der Schlusssirene feierten die "Tre Kronor" ihren Erfolg mit goldenen Helmen auf dem Kopf.

Nicht weniger bemerkenswert als der neunte WM-Titel der Schweden ist die Silbermedaille für die Schweizer. Es ist das erste Edelmetall für die Eidgenossen seit 60 Jahren.

USA gewinnt das "kleine Finale"

Mit WM-Bronze darf sich der Olympia-Zweite USA trösten. Die Mannschaft um Kapitän Paul Stastny besiegte im kleinen Finale den Co-Gastgeber Finnland mit 3:2 (2:0, 0:0, 0:2, 0:0, 1:0) nach Penalty-Schießen und sicherte sich die erste WM-Medaille seit 2004. Die Finnen gingen nach zuletzt viermal Edelmetall in sieben Jahren leer aus. Stastny, der während des NHL-Lockouts beim EHC München unter Bundestrainer Pat Cortina gespielt hatte, war im Stockholmer Globen zunächst der Hauptdarsteller. Der 27-Jährige der Colorado Avalanche bereitete das Führungstor von Craig Smith nach 58 Sekunden vor. Dann erzielte er sein siebtes Turniertor (16.). Lauri Korpikoski von den Phoenix Coyotes, einer von nur zwei NHL-Profis im Team Suomi, glich mit einem Doppelschlag aus (49. und 53.). Den entscheidenden Penalty verwandelte Alex Galchenyuk von den Montreal Canadiens.

asz/to (sid, dpa)