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USA bremsen

Schwaches Klimaschutzbekenntnis beim Arktischen Rat

Auch beim Klimaschutz gilt in Washington: America first! Beim Treffen des Arktischen Rats in den USA war die Hoffnung groß, dass sich der Gastgeber für den Klimaschutz positioniert. Vergebens.

Die Abschlusserklärung liest sich wie ein Streitvermeidungspapier. Zwar sprach sich der Arktische Rat mit der Stimme der USA für größere Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel aus. Doch eine Entscheidung, ob die Vereinigten Staaten bei ihrem Bekenntnis zum Pariser Klimaabkommen bleiben, ist noch nicht gefallen. Außenminister Rex Tillerson sagte in Fairbanks: "Wir treffen keine überhastete Entscheidung, wir arbeiten daran, die beste Entscheidung für die USA zu treffen."

Im Schatten von Trumps Klimaskepsis

Neben den USA gehören dem vor 20 Jahren gegründeten Rat Kanada, Russland, Finnland, Dänemark, Island, Schweden und Norwegen an. Er kommt alle zwei Jahre zusammen. Die Haltung der USA war diesmal mit Spannung erwartet worden, weil sich die Regierung von US-Präsident Donald Trump skeptisch zum Klimaschutz geäußert hatte.

Arktis in Gefahr

In der Abschlusserklärung des Gremiums heißt es, der Rat nehme mit Besorgnis zur Kenntnis, dass die Durchschnittstemperaturen in der Region nördlich des Polarkreises mehr als zweimal so schnell stiegen wie im Rest der Welt. Die Erwärmung der Arktis hat weitgehende soziale, umweltpolitische und wirtschaftliche Folgen auf die Region und die ganze Welt. Der Rat erneuerte seine Forderung zur Reduzierung des Ausstoßes von Treibhausgasen und anderer Klimaschädlinge. Inwieweit die USA hinter dieser Forderung stehen, bleibt angesichts der Äußerungen von Tillerson fraglich.

fab/se (dpa, rtre, afpe)