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Sport

Schumi will, kann aber (noch) nicht

Einen Tag nach der Absage seines Wiedereinstiegs in die Formel 1 hat Michael Schumacher auf einer Pressekonferenz in Genf die Öffentlichkeit über die Gründe informiert.

Formel-1-Star Michael Schumacher (AP Photo/Keystone, Salvatore Di Nolfi)

Michael Schumacher und sein Arzt vor der PK

Bevor er so richtig zur Sache kam, war es Michael Schumacher in seiner typischen Art ofensichtlich ein großes Bedürfnis, allen zu danken. " Im Vordergrund steht natürlich der Dank an all die Jungs bei Ferrari, die mich in dieser Phase extremst unterstützt haben und für die es mir extrem leid tut, dass ich eben nicht dieser Euphorie und Emotion, die im Prinzip frei geworden ist, mit unterstützen kann am Ende des Tages. Und auch einen riesigen Dank an alle Fans, die mich wesentlich mehr motiviert und unterstützt haben, als ich mir das je hätte träumen lassen. " Erst dann antwortete er auf konkrete Fragen wobei auffiel, dass er doch sehr zurückhaltend in seinen Antworten blieb und längst nicht alles in allen Details offenlegte.

Zukunft bleibt offen

Das galt vor allem für die Frage, ob diese Absage nun wirklich das endgültige Ende seiner Karriere in der Formel 1 oder ob nicht doch noch ein späterer Wiedereinstieg in einem Rennen gegen Saisonende möglich sei – er wich schlicht und einfach aus: ""Gut, ich meine, Spekulationen in diesem Geschäft, die gibt es ständig. "

Leibarzt Johannes Peil (li.) und Michael Schumacher (AP Photo/Keystone, Salvatore Di Nolfi)

Schumachers Arzt, Johannes Peil, beschrieb anschaulich die Verletzungen und die Folgen

Auch sein Leibarzt, Dr. Johannes Peil, wollte ein späteres Formel-1-Comeback von Michael Schumacher weder eindeutig ausschließen, noch klar sagen, dass es möglich ist. "Er wird viele Sportarten betreiben können. Er wird, wie wir sehen, auch leider wieder Motorradrennen fahren können. "

Dabei hatten wohl viele angesichts der Beschreibungen der Verletzungen, die sich Schumacher im Februar bei einem Motorradunfall zugezogen hat, mit einem eindeutigen "Nein" durch den Arzt zu einer Formel-1-Zukunft von Schumi gerechnet, schließlich hörte sich das ärztliche Kommunique ziemlich drastisch an - eine Fraktur im Bereich des siebten Halswirbels, eine Fraktur der ersten Rippe links und eine Fraktur im Bereich der Schädel-Basis. Es seien die schlimmsten Verletzungen, die Schumacher in seiner Karriere zu tragen hatte.

Formel 1 zu belastend für den Körper

Es wurde deutlich, dass diese Unfallfolgen unmittelbar nach dem Motorradunfall bekannt waren. Warum dann nicht schon früher klar gewesen sei, dass das Comeback in Valencia nicht würde stattfinden können, begründete Dr. Johannes Peil damit, dass das Fahren im Formel1-Auto noch etwas ganz anderes sei. Man müsse es probieren, man könne es nicht adäquat nachstellen. Und nach den Testfahrten in Mugello sei es einfach so gewesen, dass eine der Unfallfolgen, sich im Grunde genommen unter den Belastungen der Formel1-Fahrten wieder gemeldet habe. An sich seien die Verletzungen aber gut verheilt

Michael Schumacher (AP Photo/Keystone, Salvatore Di Nolfi)

Michael Schumacher wirkte nachdenklich und bedrückt

Michael Schumacher erteilte dann auch aufgekommenen Spekulationen eine Absage, bei der Aktion habe es sich um einen lange vorbereiteten Rückkehrversuch gehandelt. "Also ich meine, es hat sich ja keiner ausgesucht, dass Philippe (Massa) diesen Unfall in Budapest gehabt hat und in sofern war es ja nie geplant. Es hat auch für mich nie irgendwelche seriösen Absichten gegeben in die Formel 1 wieder zurückzukehren."

Schumacher wirkte während der gesamten PK nicht wirklich fröhlich und offen, sondern durchaus bedrückt und machte auch absolut keinen Hehl daraus, wie sehr er die Formel 1 liebt und vermisst. Und wie gerne er eingesprungen wäre Das letzte Wort über seine Zukunft scheint noch nicht wirklich gesprochen zu sein.

Autor: Wolfgang van Kann

Redaktion: Benjamin Wüst

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