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Sport

Schumacher-Arzt: Man muss Geduld haben

Jean-Francois Payen, der Michael Schumacher nach seinem Skiunfall in der Universitätsklinik Grenoble behandelte, spricht erstmals über den Genesungsprozess des Formel-1-Rekordweltmeisters.

Jean-Francois Payen bei einer Pressekonferenz Ende Dezember 2013. Foto: Getty Images

Jean-Francois Payen bei einer Pressekonferenz der Uniklinik Grenoble Ende Dezember 2013

Seit Anfang September ist Michael Schumacher wieder zu Hause in der Schweiz und absolviert dort nach seinem schweren Schädel-Hirn-Trauma ein Rehabilitationsprogramm. "Die Bedingungen dort sind sehr günstig", sagte Jean-Francois Payen, der Chef der Anästhesie und Reanimation in der Universitätsklinik Grenoble gegenüber französischen Medien. "Dass er sich im familiären Umfeld befindet, kann helfen." Er könne bestätigen, dass Schumacher nicht mehr im Koma liege. Auf Nachfragen zum genaueren Gesundheitszustand verwies Payen auf seine Schweigepflicht als Arzt. Im weiteren Genesungsprozess sei Geduld nötig: "Wir sind auf einer Zeitskala, die von einem bis drei Jahre reicht."

Regelmäßige Besuche

Der Neurologe hatte Schumacher direkt nach seinem Skiunfall am 29. Dezember 2013 in der Uniklinik Grenoble behandelt. Der siebenmalige Formel-1-Weltmeister war mit einem schweren Schädel-Hirn-Trauma eingeliefert worden. "Er war bei seiner Ankunft in einer kritischen Situation", erinnert sich der Mediziner. Nach eigenen Worten besuchte Payen Schumacher auch nach dessen Verlegung ins Krankenhaus in Lausanne in der Schweiz regelmäßig. Auch jetzt halte er den Kontakt, um die Entwicklung seines ehemaligen Patienten zu verfolgen und die Familie zu beraten.

Payen lobte Schumachers Ehefrau Corinna. Sie habe "eine außergewöhnliche Willenskraft", sagte Payen. "Sie wusste sofort um den Ernst der Lage und den langen Weg, der vor ihnen lag. Sie sieht die Dinge sehr klar und wird alls unternehmen, damit sich der Zustand ihres Ehemannes verbessern kann." Managerin Sabine Kehm hatte

am 9. September

bestätigt, dass Schumacher in sein Haus in Gland zurückgekehrt sei und dort die Reha fortsetze. "Es liegt weiterhin ein langer und harter Weg vor ihm", hatte Kehm mitgeteilt.

sn/jw (sid, dpa, welt.de)

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