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Schriftstellerverband PEN sieht Meinungsfreiheit gefährdet

Klar positionieren - das forderte PEN-Präsident Haslinger zu Beginn der Jahrestagung der Autorenvereinigung in Dortmund. Dies gelte insbesondere für die Unterstützung inhaftierter türkischer Journalisten und Autoren.

Es gebe Kräfte, die den Menschen das Einfühlungsvermögen austreiben und andere zum Schweigen bringen wollen, warnte Josef Haslinger. Besonders bedenklich sei die Tatsache, dass viele der in Deutschland lebenden Türken für "antidemokratische Kräfte" gestimmt hätten. Der Präsident der Autorenvereinigung PEN bezog sich damit auf das Ergebnis des Verfassungsreferendums in der Türkei im April und der Zustimmung für ein Präsidialsystem, das dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan mehr Macht zuspricht.

PEN-Präsident Josef Haslinger forderte darüberhinaus stetigen internationalen Druck, damit in der Türkei inhaftierte Oppositionelle entlassen werden. Rund 150 Journalisten und Autoren sind seit dem Putschversuch im Juli 2016 unter Arrest gestellt worden. Etwa 170 Medien wurden seitdem geschlossen. Zwar seien zuletzt türkische Schriftstellerinnen wie Asli Erdogan und Necmiye Alpay wieder freigelassen worden, es sei aber zu bedenken, dass auf sie noch ein Prozess mit ungewissem Ausgang warte, betonte Haslinger. Deshalb sei auch eine Rückkehr für den "Cumhürriyet"-Journalisten Can Dündar in seine Heimat gefährlich, der derzeit in Deutschland lebt und arbeitet.

Das PEN-Zentrum Deutschland ist einer von weltweit rund 140 Autorenverbänden. Die Buchstaben stehen für die Wörter "Poets", "Essayists" und "Novelists". Die Vereinigung wurde 1921 in England gegründet und setzt sich für verfolgte und unterdrückte Schriftsteller ein.

cp/ nw (epd, pen-deutschland.de)

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