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Sport

Schlierenzauer erneut Tournee-Sieger

Wie erwartet schaffte es der Österreicher, seinen Titel bei der Vierschanzentournee zu verteidigen. Der Deutsche Severin Freund enttäuschte im Kampf um den Podestplatz: Er schied schon im K.o-Springen aus

Sechs Meter Vorsprung hatte Gregor Schlierenzauer bei den letzten drei Springen der Vierschanzentournee herausgeholt. Und die reichten dem Österreicher beim letzten Wettkampf im Bischofshofen, um zum zweiten Mal hintereinander die traditionelle und prestigeträchtige Weltcupveranstaltung zu gewinnen. Mit zwei gute Sprüngen im strömenden Regen hielt er seinen engsten Verfolger, Anders Jacobsen aus Norwegen, auf Abstand.

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Schlierenzauer gewinnt spannendes Finale

Ein souveräner Sieg - dabei hatte es zu Beginn nicht nach einer Titelverteidigung Schlierenzauers ausgesehen. Denn Jacobsen hatte die ersten beiden Springen in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen gewonnen. Doch in Innsbruck, auf der Heimatschanze von Schlierenzauer, gelangen dem Vorjahressieger vor heimischem Publikum zwei tolle Sprünge und er überflügelte Jacobsen in der Gesamtwertung.

Österreichische Dominanz

Anders Jacobsen guckt nach seinem Sprung, wie weit er geflogen ist(Foto: Lars Baron/Bongarts/Getty Images)

Zweiter der Vierschanzentournee: Jacobsen

Mit einem erneuten Tagessieg in Bischofshofen hat der Olympiasieger und Weltmeister zum zweiten Mal hintereinander die Vierschanzentournee gewonnen. "Es ist unglaublich. Jetzt hab ich sechs Jahre gekämpft und jetzt gewinn ich das Scheißding zweimal hintereinander", sagte Schlierenzauer, der am Montag (07.01.2013) seinen 23. Geburtstag feiert. Bereits in den vergangenen vier Jahren machten die Austria-Adler den Gesamtsieg unter sich aus. Wolfgang Loitzl (2009), Andreas Kofler (2010) und Thomas Morgenstern (2011) hatten vor Schlierenzauer zuletzt triumphiert.

Doch auch Jacobsen kann zufrieden sein. Der Tourneesieger von 2007 hatte sich im Sommer 2011 überraschend eine einjährige Auszeit genommen: Das viele Reisen schlauchte, das Springen machte keinen Spaß mehr, der Medienrummel nervte. Jetzt ist er wieder mit viel Enthusiasmus dabei, das wird auch der zweite Platz nicht ändern. Zudem gelang dem 27-Jährige in Bischoshofen mit 139 Meter der weiteste Sprung. Dritter der Vierschanzentournee wurde sein Landsmann Tom Hilde.

Schwacher Abschluss für DSV-Adler

Severin Freund trägt in Bischofshofen seine Ski die Treppen hoch. (Foto: Georg Hochmuth)

Durchwachsener Auftritt von Severin Freund

Den dritten Podestplatz hatte auch der Deutsche Severin Freund im Visier. Doch Freund verpasste überraschend den zweiten Durchgang. Als Gesamt-Vierter der Tournee und mit großen Hoffnungen, noch Dritter zu werden, war er nach Bischofshofen gereist. Im K.o-Springen verlor er und schaffte es auch nicht unter die besten fünf Verlierer (Lucky Loosers) zu kommen, die sich noch für die zweite Runde qualifizieren.

"Es ist sehr bitter. Ich hätte nicht gedacht, dass mir so ein Fehler hier passiert", sagte Freund. "Ich bin hingefallen und will wieder aufstehen. Ich will meine Lehren daraus ziehen und bald wieder besser weitermachen", so das Fazit des 24-Jährigen. Insgesamt landete er letztlich auf den für ihn enttäuschenden 13. Rang. "Er wollte es erzwingen und nicht erspringen", kritisierte Bundestrainer Werner Schuster. Bester Deutscher in der Gesamtwertung wurde nun Michael Neumayer als Sechster.

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