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Aktuell Europa

Schlag gegen Terror in Belgien und Frankreich

Fahndung mit Hochdruck: Nach den Terroranschlägen in Frankreich gab es im Land ebenso wie in Belgien erneut mehrere Festnahmen.

Sieben mutmaßliche Islamisten hat die Polizei bei den Razzien in Belgien und Frankreich festgenommen. Drei Verdächtige in dem westbelgischen Ort Kortrijk hätten Verbindungen zu radikalen Gruppen unterhalten, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Bei der Durchsuchung ihrer Wohnungen hätten die Ermittler Waffen entdeckt. Derzeit werde geprüft, ob die Männer Kontakt zu der Islamistengruppe in Verviers im Osten des Landes hatten, gegen die die Sicherheitskräfte kürzlich vorgegangen waren.

Ortskern von Lunel in Südfrankreich (Foto: AFP)

Sitz einer Dschihadistenzelle: Lunel in Südfrankreich

Gesprengtes Dschihadistennetz

Im südfranzösischen Ort Lunel nahm eine Spezialeinheit der Polizei nach Angaben aus Sicherheitskreisen vier Männer fest. Ziel des Einsatzes sei es gewesen, ein Dschihadistennetz zu sprengen, hieß es. Zwei der Verdächtigen hätten Zeit im Kampfgebiet in Syrien verbracht.

Das rund 26.000 Einwohner zählende Lunel im Département Herault hatte zuletzt Aufmerksamkeit auf sich gezogen, weil bis zu zehn Bewohner der Gegend sich nach Medienberichten auf die Ausreise nach Syrien vorbereiteten. Seit dem vergangenen Sommer sollen bereits etwa 20 junge Leute von dort nach Syrien gereist sein, um sich dem Kampf gewaltbereiter Islamisten anzuschließen. Sechs von ihnen wurden nach offiziellen Angaben dabei getötet.

Antisemitische Attacken

Wie unterdessen bekannt wird, hat sich die Zahl antisemitischer Attacken in Frankreich im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt: auf 851 Fälle nach 423 Taten im Jahr 2013. Das teilte die Organisation zum Schutz der jüdischen Gemeinde mit.

Die Zahl der gewalttätigen Angriffe nahm demzufolge um 130 Prozent auf 241 zu. Die Statistik entstand in Zusammenarbeit mit dem Innenministerium. In Frankreich lebt mit mehr als 500.000 Menschen die größte jüdische Gemeinde in Europa.

jj/qu (dpa, afp, rtr)