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Aktuell Amerika

Sanders und Cruz justieren ihre Kampagnen nach

Ihre Aussichten, US-Präsident zu werden, schwinden immer weiter. Der Demokrat Bernie Sanders reagiert darauf mit der Entlassung Hunderter Helfer und der Republikaner Ted Cruz nominiert eine Schatten-Vizepräsidentin.

Bernie Sanders sagt, er wolle sich auf Kalifornien konzentrieren (Foto: Reuters)

Bernie Sanders, hier mit seiner Frau Jane, sagt, er wolle sich auf Kalifornien konzentrieren

Der demokratische US-Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders hat die Entlassung von Hunderten Wahlkampfhelfern angekündigt. Er wolle sich ganz auf die Vorwahl in Kalifornien Anfang Juni konzentrieren, zitierte die "New York Times" den – so seine Selbstbeschreibung - Sozialisten. Daher benötige er in den anderen Bundesstaaten keine Mitarbeiter mehr. Er wolle aber nicht aus dem Rennen um die Präsidentschaftskandidatur aussteigen.

Sanders liegt klar hinter seiner Rivalin Hillary Clinton. Der Ex-Außenministerin ist die Nominierung für die Präsidentenwahl im November nach ihren jüngsten Vorwahl-Siegen kaum noch zu nehmen. Bis zum Nominierungs-Parteitag im Sommer stehen noch etwa ein Dutzend Abstimmungen an. Fast die Hälfte der noch nicht vergebenen Delegiertenstimmen können dabei allein im bevölkerungsreichsten US-Bundesstaat Kalifornien geholt werden.

Ted Cruz (M.) mit den Mitbewerbern Donald Trump (l.) und John Kasich (Foto: AP)

Ted Cruz (M.) mit den Mitbewerbern Donald Trump (l.) und John Kasich

Bei den Republikanern liegt der umstrittene Milliardär Donald Trump in Führung. Sein schärfster Rivale Ted Cruz kündigte an, die ehemalige Topmanagerin Carly Fiorina als Kandidatin für das Amt des Vizepräsidenten aufzustellen, sollte er von seiner Partei nominiert werden.

Die 61-Jährige hatte sich ebenfalls um das Präsidentenamt beworben, war aber im parteiinternen Rennen der Republikaner früh gescheitert und hatte nur einen Delegierten hinter sich bringen können.

Trump reagiert sofort

Fiorina war sechs Jahre lang Vorstandschefin des Technologieunternehmens Hewlett-Packard. "Für das Amt des Vizepräsidenten ist jemand notwendig, auf den man sich voll und ganz verlassen kann", sagte Cruz in Indianapolis. Trump hatte Fiorina während des Vorwahlkampfs sexistisch beleidigt. Er postete nun ein älteres Video, in dem sich Fiorina abfällig über Cruz äußert.

Cruz hatte am Tag zuvor in fünf Bundesstaaten schwere Vorwahl-Niederlagen gegen Trump hinnehmen müssen. Die Chancen auf seine Kandidatur sind damit kleiner geworden. Cruz hofft, dass Trump bis zum Parteitag nicht genügend Delegiertenstimmen zusammenbekommt und sich dann einer Kampfabstimmung stellen muss.

Infografik US-Vorwahlen Gewinner Stand 27.04.2016 Deutsch

stu/wl (afp, rtr)

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