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Sport

Russland akzeptiert IAAF-Ausschluss

Der russische Leichtathletikverband verzichtet auf juristische Schritte gegen die Sperre durch den Weltverband IAAF. Jetzt muss er Reformen im Anti-Doping-System einleiten. Ein Olympia-Aus steht immer noch im Raum.

Der russische Leichtathletik-Verband ARAF hat den Ausschluss aus dem Weltverband IAAF nach den jüngsten Dopinganschuldigungen akzeptiert. Russland werde keine juristischen Schritte gegen die Sperre einleiten, gab die IAAF am Rande einer Council-Sitzung in Monaco bekannt. Die russischen Funktionäre hätten verstanden, dass eine Wiederaufnahme in die IAAF erst nach umfangreichen Reformen im Anti-Doping-System des Landes möglich sei.

Schlimmeres verhütet

Eine fünfköpfige Kommission untersucht im Auftrag der IAAF, welche Auflagen Russlands Leichtathletik erfüllen muss, um die Suspendierung wieder aufzuheben. "Wir wollen mit der Kommission sehr aktiv kooperieren", erklärte ARAF-Generalsekretär Michail Butow. "Ich hoffe auf einen positiven Ausgang und dass wir in einiger Zeit wieder in die IAAF-Familie zurückkehren können." Der kommissarische ARAF-Präsident Wadim Selitschenok räumte ein, dass man womöglich eine noch härtere Strafe erhalten hätte, wenn der Verband vor den Internationalen Sportgerichtshof (CAS) gezogen wäre. "Entweder wir akzeptieren und beginnen, unsere Defizite zu beheben, oder die Qual wird verlängert, und wir warten darauf, noch schlimmer getroffen zu werden", sagte Selitschenok.

Eine unabhängige Untersuchungskommission der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hatte Russland staatlich unterstütztes Doping in der Leichtathletik vorgeworfen. Die IAAF

suspendierte

daraufhin den russischen Verband. Russlands Leichtathleten dürfen damit bis auf Weiteres nicht an internationalen Wettbewerben teilnehmen. Zudem droht ihnen das Aus für die Olympischen Spiele in Rio.

sn/asz (sid, dpa, ap)

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