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Formel 1

Rosberg-Nachfolger erst 2017

Kein Mercedes-Weihnachtsgeschenk für Pascal Wehrlein: Das Team vertagt die Entscheidung über den zweiten Fahrer neben Lewis Hamilton. Der will und darf über den Nachfolger von Weltmeister Nico Rosberg mitreden.

Mercedes wird das Rätsel um den Nachfolger von Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg erst im neuen Jahr auflösen. Vor dem 3. Januar werde der neue Silberpfeil-Teamkollege von Lewis Hamilton nicht verkündet, teilte ein Teamsprecher mit. Kurz nach dem völlig überraschenden Rücktritt von Rosberg Anfang Dezember hatte Team-Aufsichtsratschef Niki Lauda noch eine Entscheidung vor Weihnachten angekündigt. Die Suche nach einem neuen Stammfahrer scheint für den Rennstall jedoch wie erwartet schwierig, da viele Kandidaten wie Favorit Valtteri Bottas von Williams bereits für 2017 bei anderen Teams unter Vertrag stehen.

Hamilton darf mitreden

Formel 1 Sotschi Lewis Hamilton 11.10.2014 (Reuters/Maxim Shemetov)

Wird Bottas (l.) bald auch ein Mercedes-Käppi tragen?

Williams soll dem Vernehmen nach ein erstes Angebot des Branchenführers für den Finnen abgelehnt haben, obwohl Mercedes angeblich als Gegenleistung einen Preisnachlass für die Kundenmotoren in Millionenhöhe offerierte. Als Alternative könnte Mercedes den im eigenen Nachwuchs ausgebildeten Pascal Wehrlein ins Rosberg-Cockpit befördern. Die Teamführung bezweifelt aber offenbar, dass Wehrlein nach seiner Formel-1-Debütsaison bei Manor bereits über genug Routine und Stärke verfügt, um im Silberpfeil neben Hamilton zu bestehen.

Hamilton selbst hat ein Mitsprache-Recht. "Wenn sie eine engere Auswahl getroffen haben, sind sie vertraglich verpflichtet, es mit mir zu diskutieren", sagte der Brite in einem Interview des britischen Senders Channel 4. Hamilton warnte davor, ihm einen Stallgefährten an die Seite zu stellen, zu dem er ein belastetes Verhältnis haben könnte. "Eine Erzrivalität zwischen den Fahrern kann ein Team vergiften", sagte der 31-Jährige.

Mercedes unter Zeitdruck

Der spanische Toro-Rosso-Pilot Carlos Sainz, der ebenfalls als Wechselkandidat galt, erhält indes keine Freigabe. "Er ist ein Red-Bull-Fahrer. Wir haben in ihn investiert, um ihn in die Formel 1 zu bringen. Sie haben alle langfristige Verträge und es würde keinen Sinn machen, einen deiner Hauptrivalen mit einem deiner Aktivposten zu versorgen", sagte Red-Bull-Teamchef Christian Horner der BBC. Zuvor hatte sich schon der zweimalige Weltmeister Fernando Alonso zu McLaren bekannt und einen Wechsel zu Mercedes ausgeschlossen.

Das Silberpfeil-Team steht unter Zeitdruck, weil der neue Fahrer auch Einfluss auf den Bau des neuen Rennautos für 2017 hat. Durch die Regelreformen in der kommenden Saison betreten die Rennställe wieder Neuland. Auch deshalb wünscht sich Mercedes einen erfahrenen Piloten neben Hamilton, der ähnlich wie Rosberg von Beginn an mit seinen Kenntnissen die Entwicklung des Autos vorantreibt.

sn (dpa, sid)

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