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Kultur

Riesige Flutwelle in Asien

Bis zu sechs Meter hohe Wellen haben mehrere tausend Menschen an den Küsten Asiens in den Tod gerissen. Ein Seebeben vor Sumatra hatte eine riesige Flutwelle ausgelöst. Es werden noch Tausende vermisst.

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Verzweiflung: Flutopfer in Sri Lanka

Das Erdbeben am Sonntagmorgen (26.12.2004) hatte nach jüngsten Messungen einer Erdbebenwarte in den USA eine Stärke von 8,9 und war damit das weltweit schwerste seit 40 Jahren. Sein Zentrum lag 40 Kilometer unter dem Meeresboden vor der Nordwestküste von Sumatra. Mehrere Nachbeben erreichten die Stärke von 7,0.

Sri Lanka besonders stark betroffen

Erdbeben mit bis zu zehn Meter hoher Flutwelle in Südindien, Madras

Flut in Indien

Die durch die Erschütterung ausgelöste Flut erreichte 1600 Kilometer weiter westlich ihre größten Ausmaße. Allein auf Sri Lanka kamen nach offiziellen Angaben in den Flutwellen weit mehr als 2000 Menschen ums Leben.

In den Bezirken Muttur und Trincomalee waren die Krankenhäuser nicht mehr in der Lage, Verwundete aufzunehmen. Der Hafen der Hauptstadt Colombo wurde geschlossen, nachdem das Hafengebäude überflutet worden war. Die Regierung rief den Notstand aus. Mehr als die Hälfte der Küste war demnach von den Flutwellen betroffen. Präsidentin Chandirka Kumaratunga bat die internationale Gemeinschaft um Unterstützung.

Tote in Touristenzentren

In Thailand brach die Flutwelle über mehrere Touristenregionen im Süden ein. Mindestens 61 Menschen kamen nach Angaben der Regierung ums Leben. Auf einem Strand der Ferieninsel Phuket ertranken mindestens vier Touristen. Die Flutwelle war dort bis zu vier Meter hoch. Auch der internationale Flughafen der westlich von Sri Lanka gelegenen Malediven musste wegen der Flutwelle geschlossen werden.

Auch Indien kamen nach amtlichen Angaben zahlreiche Menschen ums Leben. An den Stränden von Madras, der Hauptstadt des Unionsstaates Tamil Nadu, wurden mindestens 100 Leichen geborgen. Betroffen

war auch der benachbarte indische Unionsstaat Andhra Pradesh. Dem Zentrum des Erdbebens am nächsten lag die indonesische Provinz Aceh, wo nach Angaben der örtlichen Behörden mindestens 94 Menschen starben. Aus Malaysia wurden Tote gemeldet, darunter auch mehrere Ausländer. (hh)

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