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Fußball

Reus-Pakt zwischen Bayern und BVB?

Der Transferpoker um Fußball-Nationalspieler Marco Reus treibt immer neue Blüten. Angeblich soll es laut dem Magazin "Spiegel" einen Pakt zwischen Bayern-Boss Rummenigge und BVB-Chef Watzke geben.

Marco Reus humpelte am Sonntagabend auf Krücken zur Weihnachtsfeier seiner Kölner Berateragentur "SportsTotal". An Fußballspielen ist beim 25 Jahre alten verhinderten Weltmeister der abstiegsbedrohten Dortmunder Borussia derzeit nicht zu denken. Der Außenbandriss im rechten Sprunggelenk zwingt ihn bis Ende Jahres noch zu einer Zwangspause. Reus traf beim vorweihnachtlichen Essen auch Bayern-Ass Mario Götze, der ebenfalls der Einladung der Spielerberater Volker Struth und Dirk Hebel gefolgt war.

Ob allerdings Götze und Reus ab der kommenden Saison wieder zusammen - dann im Dress von Bayern München - auf Torejagd gehen, erscheint im Augenblick offener denn je. "Es gibt kein Thema Marco Reus und Bayern München, und es gibt auch keine Gespräche", sagte Hebel dem Fußball-Fachmagazin "kicker" und ließ Luft aus dem zuletzt von etlichen Seiten aufgepumpten Transferpoker um Reus.

Pakt unter Männern

In seiner neuesten Ausgabe berichtet das Nachrichten-Magazin "Der Spiegel" an diesem Montag über einen angeblichen Pakt zwischen Bayern-Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge und BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Angeblich sei es am 13. Dezember 2013 in Nyon zu einem "Pakt unter Männern" gekommen.

Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge und Borussia Dortmunds Vereinsboss Hans-Joachim Watzke (Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

Rummenigge (l.) und Watzke

Dabei soll es ein Agreement gegeben haben, wonach die Dortmunder davon Abstand nehmen, Torjäger Robert Lewandowski kurzfristig im Januar 2014 für eine hohe Ablöse zum spanischen Rekordmeister Real Madrid zu verscherbeln und dem Erzrivalen von der Isar damit ein Schnippchen zu schlagen. Die Bayern hatten bekanntlich zumindest zu diesem Zeitpunkt lediglich eine mündliche Zusicherung, dass der polnische Nationalstürmer ab 1. Juli dieses Jahres seinen Dienst an der Säbener Straße antritt. Erst am 4. Januar 2014 wurde der Transfer schließlich von den Bayern offiziell bekannt gegeben.

Das Entgegenkommen der Schwarz-Gelben sollte damit belohnt werden, dass die Münchner auf eine Verpflichtung von Reus zum 1. Juli 2015 verzichten. "Es gab ein Gespräch zwischen uns in Nyon, das ist korrekt. Aber ich werde es nicht weiter kommentieren", sagte Watzke dem "Spiegel". Rummenigge dementierte eine Absprache der beiden deutschen Branchen-Größen, die Personalie Reus sei nicht Gegenstand des Gespräches gewesen, so der Vorstands-Chef des FC Bayern.

Keine Albträume in Dortmund

Zuletzt hatte es wiederholt Spekulationen gegeben, Offensivspieler Reus könnte für die vertraglich festgesetzte Ablösesumme von 25 Millionen am Saisonende zum Tabellenführer wechseln. Der Bayern-Boss selbst hatte die Vertragsklausel öffentlich gemacht. Angesprochen, ob er davon träume, Reus im Bayern-Trikot zu sehen, sagte Rummenigge nun am Sonntag der "Bild": "Die Träume habe ich nicht. Das wären ja dann in Dortmund Albträume. Ich möchte, dass die auch ihren ruhigen Schlaf haben." So verbindliche Aussagen in Richtung des BVB hatte es vom Bayern-Boss in der jüngeren Vergangenheit eher selten gegeben.

asz/tk (sid)

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