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Aktuell Amerika

Rekord-Hurrikan auf den Bermudas

Stromleitungen hingen herab - und die Menschen saßen im Dunkeln. Das ganze Ausmaß des Tropensturms, der die Bermuda-Inseln heimsuchte, ist noch offen.

Mit Starkwind und heftigen Regenfällen ist Hurrikan "Gonzalo" über die Bermudas hinweggerast. Zehntausende Menschen waren zeitweise ohne Strom. Auch der Flughafen und Marineeinrichtungen wurden von der Versorgung abgeschnitten. Umgestürzte Bäume blockierten zahlreiche Straßen. Berichte über Todesopfer oder Schwerverletzte gibt es noch nicht.

"Gonzalo" ist der stärkste Hurrikan, der seit gut einem Jahrzehnt die zu Großbritannien gehörende Inselgruppe im Atlantik verwüstete. Er kam auf Windgeschwindigkeiten bis 175 Kilometer pro Stunde. Nach Angaben von Wetterexperten hatte der Tropensturm noch in 70 Kilometer Entfernung vom Zentrum Hurrikanstärke, also mindestens Windstärke 12.

Hurrikan Gonzalo über dem Atlantischen Ozean, fotografiert aus der Internationalen Raumstation ISS (Foto: Reuters/NASA/Alexander Gerst)

Hurrikan Gonzalo über dem Atlantischen Ozean, fotografiert aus der Internationalen Raumstation ISS

Stufe 4 von 5

Am Donnerstag war "Gonzalo" als Hurrikan der Kategorie 4 eingestuft worden - die höchste ist die Stufe 5. Für die Nacht zum Sonntag wird der Wirbelsturm vor der kanadischen Insel Neufundland erwartet.

Meteorologen gehen davon aus, dass die Überbleibsel von "Gonzales" als Sturmtief nächste Woche auch Deutschland erreichen und dort den ersten Herbststurm liefern könnten. Dabei seien auch Böen in Orkanstärke nicht ausgeschlossen.

Zwei Stürme in einer Woche

"Gonzalo" ist bereits der zweite tropische Sturm innerhalb weniger Tage, der die Bermudas in Atem hält. Auch der Sturm "Fay" hatte Bäume und Strommasten umgeworfen.

jj/cr (dpa, rtr)

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