1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Aktuell Asien

Reinigendes Bad im Ganges

Das größte religiöse Fest der Welt erreicht in Indien seinen Höhepunkt: Mehr als 30 Millionen Hindus haben sich versammelt, um sich im heiligen Fluss Ganges von ihren Sünden reinzuwaschen.

Alle zwölf Jahre versammeln sich Hindus aus der ganzen Welt nahe der nordindischen Stadt Allahabad, um an der Kumbh Mela, dem Fest des Kruges, teilzunehmen. Das 55-tägige Festival findet an einer ganz bestimmten Stelle statt, dort, wo der Ganges mit dem Yamuna und dem nur in der Mythologie existierenden Strom Saraswati zusammenfließt.

Nach der hinduistischen Glaubenslehre reinigt ein kurzes Bad an dieser Stelle und bei einer bestimmten Konstellation der Gestirne von allen Sünden. Zugleich erlöst es den gläubigen Hindu von dem ewigen Kreislauf der Wiedergeburt. Angeführt werden die badenden Menschenmassen von tausenden geheiligten Männern.

Video ansehen 00:53

Eintauchen in die Fluten

Tausende Ordnungskräfte im Einsatz

Die Organisatoren erwarteten am Hauptbadetag so viele Besucher wie nie zuvor. Sie haben das Festivalgelände auf mehr als 19 Quadratkilometer ausgedehnt. Mehr als 12 000 Polizisten sollen für Ordnung sorgen und die Massen lenken. Immer wieder kam es in der Vergangenheit bei der Kumbh Mela auch zu Gedränge und Panikausbrüchen, bei denen Menschen starben.

Die Redaktion empfiehlt

Weil immer mehr Hindus aus der wachsenden indischen Mittelklasse sich die Pilger-Reise leisten, kommen von Mal zu Mal mehr Menschen zur Kumbh Mela. Vor zwölf Jahren waren es etwa 40 Millionen. In diesem Jahr erwarten die Organisatoren für die gesamte Dauer des Festivals etwa 100 Millionen Besucher.

Geheiligte Männer, die Naga Sadhus, sitzen am Flußufer und heben die Arme zu einem Ritual (Foto: rtr)

Geheiligte Männer, wie hier die Sadhus, führen die badenden Menschenmassen an.

Um mit dem Massenansturm fertig zu werden, hat die Stadtverwaltung 35.000 Toiletten installiert, 155 Kilometer an provisorischen Straßen an den Flussufern gebaut und 550 Kilometer an Wasserleitungen verlegt.

nem/uh (afp, dpa, epd)

Audio und Video zum Thema