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Aktuell Asien

Hindufest Kumbh Mela beginnt

In Indien beginnen gläubige Hindus das größte religiöse Fest der Welt mit einer Waschung im Ganges. Trotz Warnungen vor den Gesundheitsrisikien durch ein Bad im stark verschmutzten Fluss werden Millionen Pilger erwartet.

Mit dem Sonnenaufgang stiegen Millionen Hindus heute ins Wasser des Ganges. Die rituelle Waschung in Indiens heiligem Fluss bildet den Auftakt des traditionellen hinduistischen Fests Kumbh Mela, das nur alle zwölf Jahre in der nordindischen Statd Alahabad stattfindet. Zu der Massenveranstaltung, die 55 Tage dauert, werden geschätzte 100 Millionen Menschen erwartet.

Nackte und mit Asche bestreute Geistliche, Sadhus genannt, führen die Prozessionen an, denen die Massen einfacher Gläubiger zum Bad in den Fluss folgen. "Es ist ein schöner Moment", sagt ein Gläubiger gegenüber dem Nachrichtensender Aaj Tak. "Wir glauben, dass das Eintauchen in das Wasser uns helfen wird, uns von unseren Sünden zu befreien und uns Erlösung bringt."

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Rituelles Bad im Ganges

Umweltschützer warnen jedoch davor, sich im Wasser des Flusses zu waschen. Wie alle Flüsse im Norden Indiens, sei der Ganges sehr verschmutzt. "Kein Fluss hier ist ein Fluss, das sind alles Abwasserkanäle", so der Forscher Anil Prakash Joshi. Große Mengen an Fäkalien und Industrieabwässer würden in den Strom geleitet, berichtete die Zeitung "Times of India".

Baden in der Mythologie

Die Gläubigen versammeln sich am Zusammenfluss von Ganges, Yamuna und dem nur in der Mythologie existierenden Fluss Saraswati, um sich von Sünden reinzuwaschen und ewiges Leben zu erlangen. Kumbh Mela (Fest des Kruges) geht auf eine Legende zurück, die besagt, dass sich Götter und Dämonen um einen Krug mit Unsterblichkeitsnektar stritten. Bei dem Kampf sollen vier Tropfen des Nektars auf die Erde gefallen sein. An diesen Orten sind heute die Städte Allahabad, Haridwar, Ujjain und Nashik, in denen im Wechsel alle drei Jahre das Krugfest gefeiert wird. Die Feier in Allahabad ist die größte, da die Waschung hier als diejenige gilt, die von den meisten Sünden befreit.

Immer wieder kam es durch den Besucheransturm in der Vergangenheit zu Massenaufläufen mit Toten. Bei der größten Panik starben im Jahr 2003 mehr als 500 Menschen. So werden beim diesjährigen Fest 12.000 Polizisten für den Schutz der Pilger eingesetzt. Außerdem wurden tausende sanitäre Anlagen, Trinkwasserstellen und Straßenlaternen gebaut.

il/gmf (rtr, afp,dapd, dpa, afp)

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