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Aktuell Kultur

Regisseur Richard Attenborough ist tot

"Gandhi" war sein Meisterwerk: Der britische Schauspieler, Regisseur und Filmproduzent Lord Richard Attenborough ist im Alter von 90 Jahren gestorben. Wie die BBC berichtete, erlag er am Sonntag einer langer Krankheit.

Der am 29. April 1923 in Cambridge geborene Richard Attenborough war über Jahrzehnte eine der wichtigsten Figuren der britischen Filmbranche, sowohl als Schauspieler als auch als Regisseur.

Sein Debüt als Schauspieler gab er 1942 am West End Theatre in London. Insgesamt drehte er in den 1940er und 1950er Jahren rund dreißig Filme. Der große Durchbruch gelang ihm als Schauspieler jedoch erst 1963 mit dem Filmklassiker "Gesprengte Ketten", in dem er neben Steve McQueen, Charles Bronson, James Coburn und James Garner zu sehen war.

Acht Oscars für "Gandhi"

Ab Ende der 1960er Jahre war Attenborough verstärkt als Regisseur und Produzent tätig. Seinen größten Erfolg hinter der Kamera hatte er 1982 mit dem Film "Gandhi", über den indischen Unabhängigkeitskämpfer Mahatma Gandhi, der mit acht Oscars, unter anderem für den "Besten Film" und die "Beste Regie" und zahlreichen anderen Preisen ausgezeichnet wurde. Mehr als zwei Jahrzehnte hatte er das Epos geplant und Geld für die Produktion gesammelt.

Auch mit dem Kriegsfilm "Die Brücke von Arnheim" (1977), mit dem Anti-Apartheidsdrama "Cry Freedom" (1987) oder mit "A Chorus Line" (1985), in dem er die Schattenseiten des Showgeschäfts beleuchtet, berührte er das Publikum. Zu seinen bekannten Werken gehören zudem das filmische Porträt über Charlie Chaplin "Charlie" (1992) und das Drama "In Love and War" (1996) über die erste Liebe Ernest Hemingways. 1993 war Attenborough erstmals seit 1979 wieder als Schauspieler tätig, in Steven Spielbergs Action-Film "Jurassic Park".

Attenborough war auch für sein soziales Engagement bekannt. Unter anderem war er Botschafter für das Kinderhilfswerk UNICEF.

Der britische Premierminister David Cameron würdigte den Verstorbenen in einer ersten Reaktion im Internetdienst Twitter als "einen der Größten" in der Filmbranche.

qu/haz (rtr, afp, ap, dpa)