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Wirtschaft

Razzia nun auch bei Suzuki

Nun trifft es auch Japans viertgrößten Autobauer. Am Freitag rückten Ermittler an und untersuchten die Konzernzentrale in Hamamatsu, südwestlich von Tokio. Auch hier geht es um fehlerhafte Tests des Spritverbauchs.

Der japanische Kleinwagenbauer hatte unlängst selbst eingeräumt, dass er bei mehreren Modellen Testmethoden für den Benzinverbrauch angewandt hatte, die nicht den Regeln entsprachen. Betroffen sind rund zwei Millionen Autos, die im Land verkauft wurden.

"Wir untersuchen den Hauptsitz von Suzuki, um die Informationen, die das Unternehmen geliefert hat, zu bestätigen", sagte ein Beamter. Suzuki betonte, man habe nicht betrogen, die Testergebnisse seien korrekt. Das japanische Verkehrsministerium überprüft derzeit bei sämtlichen heimischen Herstellern die Verbrauchsmessungen, nachdem Testmanipulationen bei Mitsubishi ans Licht gekommen waren.

Erst Volkswagen, dann Mitsubishi

An der Börse in Tokio verlor Suzuki knapp ein Prozent. Das Unternehmen hatte berichtet, seit 2010 seien 26 verschiedene Modelle fehlerhaft getestet worden, von denen einige für andere Automarken wie Nissan gebaut wurden.

Japan Durchsuchung bei Mitsubishi Motors

Razzia bei Mitsubishi im April

Vor wenigen Wochen hatte Mitsubishi zugegeben, Angaben für den Benzinverbrauch seiner Autos gefälscht zu haben. Auch bei Mitsubishi waren in der Folge Ermittler in der Konzernzentale aufgetaucht. Der Chef von Mitsubishi, Tetsuro Aikawa, kündigte daraufhin seinen Rücktritt an.

Im Herbst letzten Jahres hatten US-Ermittler festgestellt, dass der deutsche Autobauer Volkswagen durch extra eingebaute Software die Abgaswerte seiner Diesel-Modelle gefälscht hatte. Volkswagen versucht seither, mit den Folgen des Skandals fertig zu werden.

ar/bea (dpa, afp)

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