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Wirtschaft

Putin feuert Landwirtschaftsminister

Die Sanktionen des Westens schmerzen. Teurere Lebensmittel und Versorgungsprobleme veranlassten Kremlchef Putin, seinen Agrarminister Fjodorow zu entlassen. Der Nachfolger soll jetzt durchgreifen.

Wegen drastisch steigender Nahrungsmittelpreise und Engpässen bei der Versorgung als Folge der westlichen Sanktionen hat Russlands Präsident Wladimir Putin die Führung des Landwirtschaftsministeriums ausgetauscht. Zum neuen Minister berief Putin den bisherigen Gebietsgouverneur von Krasnodar, Alexander Tkatschow, der Nikolai Fjodorow ablöst. Tkatschow gilt als Hardliner und führte mit Krasnodar einer der Schlüsselregionen für die Weizenproduktion. Die fruchtbaren Böden am Fluss Kuban brachten dem Landstrich im Nordkaukasus den Namen "Kornkammer Russlands" ein.

Der Kremlchef forderten den neuen Agrarminister auf, die Probleme im "wichtigsten Zweig der russischen Wirtschaft" schnell zu lösen. Die gesamte Branche steht seit Jahren in der Kritik, die riesigen fruchtbaren Flächen des Landes nicht ausreichend zu nutzen. Putin habe verlangt, den Markt mit eigenen Produkten von heimischen Herstellern zu versorgen, und dies schnell, hieß es in der Mitteilung aus Moskau.

Der Westen hatte wegen des russischen Vorgehens im Ukraine-Konflikt vor einem Jahr Sanktionen verhängt, die Moskau mit einem Einfuhrverbot für westliche Lebensmittel beantwortete. Dieser Boykott führte zu massiven Verteuerungen und schleppendem Nachschub.

Außer den westlichen Sanktionen lassen auch der Verfall der internationalen Ölpreise und die Schwäche des Rubel die Russen leiden.

SC/sti (dpa, rtre)