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Testseite Politik

Proteste in Thailand ungebrochen

In Thailand will das außerparlamentarische Oppositionsbündnis nur eins: den Rücktritt der Regierung des umstrittenen Ministerpräsidenten Somchai Wongsawat.

Thailändischer Polizist steht vor Demonstranten, ap

Etwa 10.000 Demonstranten umzingeln den provisorischen Regierungssitz

In Thailand haben Regierungsgegner den provisorischen Sitz der Regierung umzingelt. Etwa 10.000 Demonstranten versammelten sich nach Angaben der Polizei am Dienstag (25.11.2008) an einem stillgelegten Flughafen, in dem die Regierung vorübergehend ihre Büros eingerichtet hat. Sie wollten damit nach Angaben der oppositionellen Volksallianz für die Demokratie (PAD) die Regierungsgeschäfte zum Erliegen bringen. Es kam zu Auseinandersetzungen, bei denen mindestens zehn Anhänger von Thailands Ministerpräsident Somchai Wongsawat verletzt wurden. Nach Angaben der Polizei erlitten acht von ihnen Schussverletzungen, eins der Opfer wurde schwer verletzt. Die Anhänger Somchais seien von einem Kleinlastwagen aus beschossen worden, hieß es. Der staatliche Fernsehsender TPBS zeigte Bilder von Zusammenstößen zwischen Anhängern und Gegnern der Regierung.

Internationaler Flughafen wegen Protesten geschlossen

Demonstranten sitzen auf Straße, ap

Demonstranten erreichten mit ihrer Blockade die Schließung des Internationalen Flughafens

Weitere Demonstranten stürmten den Hauptterminal des Internationalen Flughafens Suvarnabhumi. Etliche Demonstranten hatten zuvor die Zufahrtsstraße zum Flughafen teilweise blockiert. Sie wollten damit die Rückkehr von Somchai verhindern. Dieser will am Mittwoch vom APEC-Gipfel in Peru zurückkehren. Wegen der anhaltenden Proteste wurde der Flugbetrieb zeitweise ausgesetzt.

Die PAD und ihre Anhänger hatten am Montag (24.11.2008) zum "letzten Kampf" gegen die Regierung aufgerufen und zeitweise das Parlamentsgebäude in der Hauptstadt Bangkok umzingelt.

Lage seit Ende August angespannt

Demonstranten stehen bewaffneten Polizisten gegenüber, ap

Die Proteste in Thailand begannen Ende August

Die Lage in Thailand ist seit Monaten äußerst gespannt. Der eigentliche Regierungssitz wird von den Regierungsgegnern schon seit dem 26. August besetzt gehalten. Somchai und seine Mitarbeiter zogen daraufhin notgedrungen an den Flughafen am Stadtrand um. Dem Ministerpräsidenten wird von seinen Gegnern vorgeworfen, ein korrupter Handlanger seines 2006 vom Militär als Regierungschef gestürzten Schwagers Thaksin Shinawatra zu sein. Bei Auseinandersetzungen zwischen Anhängern und Gegnern der Regierung wurden bereits mehrere Menschen getötet. (as)

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