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Protest gegen Sarkozys Wirtschaftspolitik

Die Franzosen gehen wieder auf die Straße: Mit einem Generalstreik protestieren die französischen Gewerkschaften gegen weitere Entlassungen. Zu den 200 Großkundgebungen werden Millionen Teilnehmer erwartet.

Sarkozy spricht und gestikuliert (Foto: AP)

Sein "handling" der Wirtschaftskrise löst Protest aus: Staatspräsident Sarkozy

Die französischen Gewerkschaften haben es satt: Stellenabbau und Kürzungen sind die Kernpunkte der Krisenpolitik von Staatspräsident Nicolas Sarkozy. Dagegen gehen die Franzosen am Donnerstag (19.03.2009) bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr auf die Straße.

Kompletter Stillstand geplant

Krankenhäuser, Postämter, Schulen und Banken bleiben geschlossen - in großen Teilen Frankreichs soll die Arbeit komplett zum Erliegen kommen. 2,5 Millionen Menschen hatten bereits Ende Januar ihren Unmut gegen Sarkozys Wirtschafts- und Sozialpolitik lautstark zum Ausdruck gebracht. Einige Gewerkschaften rechnen für die Aktionen an diesem Donnerstag mit einer noch höheren Beteiligung.

Eisenbahner legten die Arbeit nieder

Demonstranten in Paris tragen ein Banner vor sich her (Foto: dpa)

Nach den Massenprotesten Ende Januar werden dieses Mal noch mehr Teilnehmer erwaret.

Die Eisenbahner und Mitarbeiter einer Raffinerie des Ölkonzerns Total begannen bereits am Mittwochabend mit ihrem Ausstand. Die Vorortzüge in Paris fielen teilweise aus. Allerdings soll der Betrieb der Metro und der Busse trotz der Streiks weitgehend aufrechterhalten werden.

Die Regierung will hart bleiben

Die Gewerkschaften fordern neue Maßnahmen gegen die Konjunkturkrise. So soll beispielsweise der Mindestlohn angehoben und auf weitere Stellenstreichungen verzichtet werden.

Premierminister Francois Fillon verzichtete wegen des Streiks auf eine Teilnahme am EU-Gipfel in Brüssel. Den Gewerkschaften entgegenkommen will er allerdings nicht - weitere Sozialmaßnahmen lehnt er ab. Die Gewerkschaften drohten daraufhin für die nächsten Wochen mit weiteren Protestaktionen. (ako/uh/ap/afp)

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