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Kultur

Polizei untersucht Tod von B.B. King

Schwere Vorwürfe erheben zwei Töchter des verstorbenen Blues-Musikers B.B. King: ihr Vater sei keines natürlichen Todes gestorben. Die Polizei geht dem Verdacht nach, die Beerdigung ist vorerst verschoben.

"Ich glaube, dass mein Vater vergiftet wurde, weil ihm bestimmte Substanzen verabreicht wurden", heißt es in einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung", der zwei wortgleiche Statements zitiert, die die Töchter Patty King und Karen Williams über ihre Anwälte verbreiten ließen.

Noch sind es Verdachtsmomente, trotzdem nehmen die Polizeibehörden im amerikanischen Bundesstaat Nevada die Vorwürfe der Töchter der verstorbenen Blueslegende sehr ernst. Kings Leiche werde deshalb schnellstmöglich obduziert, teilte das Büro des zuständigen Untersuchungsrichters im Bezirk Clark County mit. Es werde vermutlich voraussichtlich sechs bis acht Wochen dauern, bis die Untersuchungsergebnisse vorliegen, so die Behörden. Die für den kommenden Samstag (30.05.2015) geplante Beerdigung in Memphis/Tennessee müsse daher verschoben werden, so die Behörden. Mit Anfang 20 war der talentierte Musiker in die Hauptstadt des Blues nach Memphis gezogen und hatte dort seine Karriere begonnen. Deshalb soll er auch dort beerdigt werden.

Manager unter Verdacht

B.B. King und Eric Clapton

Bluesmusiker B.B. King hier bei einer Jamsession mit Eric Clapton

Der Verdacht der Töchter richtet sich gegen Kings Manager, der mehr als 39 Jahre für den Musiker gearbeitet und zuletzt auch die Vormundschaft übernommen hatte, sowie gegen dessen Assistenten. Laut der amerikanischen Zeitung "USA Today" war Kings Manager im Testament als Nachlassverwalter bestimmt worden. In den letzten Jahren war B.B. King, der angeblich 15 Kinder von 15 verschiedenen Frauen haben soll, in juristische Familienstreitigkeiten verstrickt. Einige seiner Kinder hatten den Manager beschuldigt, sich nicht ausreichend um die medizinische Versorgung ihres Vaters zu kümmern. Sein Anwalt hatte dies aufgrund eines ärztlichen Gutachtens zurückgewiesen.

King war am 14. Mai 2015 im Alter von 89 Jahren in Las Vegas gestorben, wo er zwischen seinen ausgedehnten Tourneen wohnte. Sein Gesundheitszustand hatte sich Ende letzten Jahres rapide verschlechtert. Anfang Mai hatte sich der Diabtiker in Hospizpflege begeben. Noch bis ins hohe Alter war er auf Tour gegangen. Seinen ersten Hit feierte King 1951 mit dem "Three O'Clock Blues".

hm/sc (süddeutsche.de/faz.net)

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