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Fußball

Pokal in der Hand, Ringe unter den Augen

Die Frauenfußball-Nationalmannschaft ist nach ihrem Erfolg bei der Europameisterschaft in Finnland nach Deutschland zurückgekehrt. In Frankfurt wurden die Spielerinnen begeistert empfangen.

Im Vordergrund deutsche Fahnen der Fans, im Hintergrund der Frankfurter Rathaus-Balkon, auf dem die deutschen Fußballerinnen stehen. Foto: AP

"Es fühlt sich immer wieder sehr toll an, hier zu stehen. Und ich hoffe, wir sehen uns noch sehr oft", rief Bundestrainerin Silvia Neid den Fans zu. Rund 5000 Menschen waren zum Frankfurter Rathaus gekommen, um den frischgebackenen Europameisterinnen zuzujubeln. Mannschaftsführerin Birgit Prinz präsentierte auf dem Rathaus-Balkon des "Römer" den in Finnland gewonnenen Pokal. Einige Spielerinnen hatten nach der kurzen Nacht von Helsinki dunkle Ringe unter den Augen. Die ausgelassene EM-Party hatte Spuren hinterlassen.

Birgit Prinz reckt auf dem Balkon des Frankfurter Römerden EM-Pokal in die Höhe. Foto: AP

Birgit Prinz (Mitte) reckt auf dem Balkon des Frankfurter "Römer"den EM-Pokal in die Höhe

"Unsere Frauen sind die Besten"

Bevor sich die Titelverteidigerinnen den Fans auf dem Rathaus-Platz zeigten, trugen sie sich ins Goldene Buch der Stadt Frankfurt am Main ein. Mit dabei war auch Theo Zwanziger, Präsident des Deutschen Fußball-Bundes, bekanntermaßen einer der größten Fans der Frauen-Nationalmannschaft: "Unsere Frauen sind gut, sie sind die Besten." Zwanziger hatte am Donnerstag im Stadion in Helsinki den 6:2-Erfolg der Nationalelf gegen England mit verfolgt. Birgit Prinz (20.), Melanie Behringer (22.), Kim Kulig (50.), zweimal Inka Grings (62., 73.) und erneut Prinz (76.) hatten die Treffer für die deutsche Mannschaft erzielt.

Torjägerinnen-Krone als I-Tüpfelchen

Inka Grings, Bundestrainerin Silvia Neid und Birgit Prinz auf dem Balkon des Frankfurter Rathauses. Foto: AP

EM-Heldinnen (v.l.) Grings, Neid und Prinz

Trotz des klaren Siegs sei es "ein hart umkämpftes Match" gewesen, sagte Birgit Prinz nach dem Triumph. "Aber wir haben Gott sei dank immer im richtigen Moment die Kurve gekriegt." Bei der dreimaligen Weltfußballerin war ausgerechnet im Finale mit ihrem Tor-Doppelpack der Knoten geplatzt. In den EM-Spielen zuvor hatte Prinz nicht getroffen - im Gegensatz zu Inka Grings, die es bei dem Turnier auf sechs Treffer brachte und damit Torschützenkönigin der EM wurde. "Das war für mich natürlich das I-Tüpfelchen. Was will ich mehr?", sagte Grings nach der Rückkehr in die Heimat.

Erfolgsgarantin Silvia Neid

Für die deutschen Fußballerinnen war es bei der zehnten Europameisterschaft der siebte Triumph und der fünfte in Serie. Bundestrainerin Silvia Neid war bei allen sieben EM-Titeln dabei: zunächst als Spielerin, dann als Co-Trainerin und nun als Trainerin. "Der nächstliegende Sieg ist natürlich immer der schönste. Jetzt freue ich mich erst einmal riesig über diesen Titel." Allzu lange wird sich die Bundestrainerin nicht damit aufhalten. Denn am Horizont taucht schon das nächste große Ziel auf: der Sieg bei der Weltmeisterschaft 2011 im eigenen Land.

Autor: Stefan Nestler
Redaktion: Arnulf Boettcher

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