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Fußball

Deutschland ist Europameister(in)

Die deutschen Frauen haben die Titelverteidigung geschafft. Gegen England gewann die Mannschaft von Bundestrainerin Silvia Neid hochverdient mit 6:2 und sicherte sich damit den fünften EM-Titel in Folge.

Melanie Behringer und Kim Kulig feiern (Foto: AP)

Geschafft: Deutschland holt den siebten EM-Titel

Sie reckten die Arme in den Himmel von Helsinki und fielen sich jubelnd in die Arme – die deutschen Fußballerinnen haben im Finale gezeigt, dass sie die beste Mannschaft des Kontinents sind. Sie ließen den Engländerinnen nicht den Hauch einer Chance. Unter den Augen von Bundespräsident Horst Köhler, Innenminister Wolfgang Schäuble und DFB-Präsident Theo Zwanziger dominierten die deutschen Spielerinnen das Geschehen. "Das war eine ganz tolle Leistung", lobte der Bundespräsident.

Deutsches Torfestival

Birgit Prinz bejubelt ihren Treffer mir ihren Mitspielerinnen (Foto: AP)

So sehen Siegerinnen aus

Vor knapp 16.000 Zuschauern im Olympiastadion von Helsinki begannen die Deutschen, die erneut ohne Abwehrchefin Ariane Hingst auskommen mussten, zunächst verhalten. England agierte überraschend offensiv und hatte durch einen Freistoß die erste gute Möglichkeit. Nach 20 Minuten leitete Birgit Prinz den deutschen Torreigen mit dem 1:0 ein, zwei Minuten später traf Melanie Behringer. Es folgten die Treffer von Kim Kulig (50.), zweimal Inka Grings (62. + 73.) und erneut Spielführerin Prinz (76.). Den Engländerinnen gelangen jeweils nur Anschlusstreffer in der 24. und 55. Minute. Allerdings ernteten sie auch ein Lob von Deutschlands Star-Stürmerin Prinz: "Es war ein hartumkämpftes Match", befand die dreimalige Weltfußballerin. Und jubelte: "Das ist einfach cool. Wir haben im richtigen Moment die Tore gemacht."

Grings sichert sich Torjägerkanone

Portrait von Inka Grings

Sechsmal getroffen: Inka Grings

Inka Grings sicherte sich mit ihren zwei Final-Treffern zum zweiten Mal die Torjägerkanone bei einer Europameisterschaft. Insgesamt traf Deutschlands Fußballerin des Jahres bei dem Turnier in Finnland sechsmal.

Bundestrainerin Silvia Neid zog zufrieden Bilanz. "Insgesamt bin ich sehr glücklich", sagte Neid, die als Spielerin, Co-Trainerin und nun auch als Trainerin an allen sieben EM-Titeln beteiligt war. "Der Endspielgegner hatte eine große Klasse. Es war das Spiel, das ich erwartet habe. Aber ich habe nicht gedacht, dass so viele Tore fallen würden."

Für die deutschen Spielerinnen lohnt sich der Final-Gewinn auch finanziell: Für den Titel gibt es 12.000 Euro Prämie für jede Spielerin im Kader.

Enttäuschte Engländerinnen

England's Emily Westwood guckt traurig, im Hintergrund feiern die Deutschen (Foto: AP)

Des einen Freud...

Für die Engländerinnen bleibt es dabei, dass sie gegen die Deutschen nichts zu bestellen haben. Die Mannschaft aus dem Fußball-Mutterland, die sich schon bei der ersten EM 1984 im Finale den Schwedinnen geschlagen geben musste, kassierte die 17. Pleite im 19. Duell mit den Deutschen. Noch nie konnten sie gegen Deutschland gewinnen. Dennoch sorgte der Finaleinzug in den englischen Medien für allerhand Aufsehen.

Stegemann hört auf

Nach dem Finale wurde bekannt, dass Nationalspielerin Kerstin Stegemann nach 14 Jahren ihre internationale Karriere beendet. Die zweimalige Weltmeisterin gewann vier Europameister-Titel und holte mit der DFB-Auswahl dreimal die Bronzemedaille bei Olympischen Spielen.

Einmal feiern wird sie aber noch: Am Freitag steht für die deutsche Mannschaft nach der Rückkehr in die Heimat eine große EM-Feier mit den Fans auf dem Römer in Frankfurt auf dem Programm. Durch den EM-Erfolg gelten die Deutschen bereits jetzt als große Favoritinnen auf den WM-Sieg 2011 im eigenen Land.

Autorin: Olivia Fritz
Redaktion: Calle Kops

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