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Fußball

Pflichtaufgabe als Endspurt-Auftakt

Die Rollenverteilung scheint klar. Im zweiten DFB-Pokal-Halbfinale kommt es zum Duell David gegen Goliath: Zweitligist 1. FC Kaiserslautern muss zum Rekordmeister nach München. Der hat gerade einen Durchhänger.

"Wenn wir wie in den letzten drei Spielen spielen, erreichen wir kein Finale." Diesen Satz muss man sich auf der Zunge zergehen lassen, denn er stammt von Bayern-Trainer Pep Guardiola. Dessen Team befindet sich seit dem Gewinn der deutschen Meisterschaft in einer kleinen Krise: drei Bundesliga-Spiele ohne Sieg, zuletzt eine

herbe 0:3-Niederlage gegen den BVB.

"Fußball wird in erster Linie mit dem Kopf gespielt, darauf müssen wir achten", warnte Bayerns Sportvorstand Matthias Sammer vor dem Halbfinale gegen den 1. FC Kaiserslautern. Der 46-Jährige glaubt aber nicht an ein langfristiges Formtief. "Ich bin von unserer Mannschaft überzeugt, ich weiß, dass sie hungrig ist", sagte er. Insofern dürfte ihm gefallen haben, wie Nationalspieler Thomas Müller mit der Pleite gegen den BVB umging. "Dass es mental nicht ganz einfach ist, darf keine Ausrede sein", sagte der 24-Jährige. Die letzte Gier fehle, schob er nach und bezog das ausdrücklich auf die seit Wochen entschiedene Liga. "Dieses Problem, dass die Luft raus ist, kriegen wir momentan nicht in den Griff."

Zudem plagen Nationaltorwart Manuel Neuer Schmerzen in der Wade, die er sich in der 1. Halbzeit beim Bundesligaspiel gegen Borussia Dortmund zugezogen hatte. "Wenn das Spiel gestern gewesen wäre, hätte er nicht spielen können, heute auch nicht. Ich hoffe, dass er morgen spielen kann", sagte Guardiola am Dienstag. Ob Neuer eingesetzt werden kann, werde sich erst am Mittwoch zeigen. Weil Ersatzkeeper Tom Starke am Ellbogen verletzt ist, würde Neuer wie in der 2. Halbzeit gegen den BVB erneut von Nachwuchs-Torwart Lukas Raeder vertreten werden.

"Kick it like Dortmund"

Für Außenseiter 1. FC Kaiserslautern kommt die kleine Schwächephase der Münchener gerade richtig. Trotzdem bleibt man realistisch: "Gegen einen übermächtigen Gegner wie die Bayern brauchen wir sehr, sehr viel Glück", sagte FCK-Trainer Kosta Runjaic. Die Lauterer, derzeit Tabellenvierter der 2. Liga, geben sich daher keinen Illusionen hin. "Aus meiner Sicht ist das aktuell die weltbeste Mannschaft. Wenn sie unter Vollspannung spielen, gibt es nur eine Mannschaft, die sie schlagen kann - das sind sie selbst", betonte Runjaic. Dennoch gibt der Coach die Hoffnung nicht auf, denn es gibt Beispiele, wie der Rekordmeister zu schlagen ist. "Kick it like Dortmund und alles wird gut - wenn es denn so einfach wäre. Man kann sich sicher etwas abschauen, aber wir sind uns unserer Unterlegenheit und der absoluten Überlegenheit der Bayern bewusst - manchmal kann das auch befreiend sein." Kaiserslautern hatte sich im Viertelfinale

gegen Bayer Leverkusen durchgesetzt.

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