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Aktuell Amerika

Peru und Deutschland wollen enger kooperieren

Mit einem Besuch in Peru hat Außenminister Steinmeier seine Südamerika-Reise fortgesetzt. In der Hauptstadt Lima wurde eine Vereinbarung für engere politische Kontakte mit dem Andenstaat unterzeichnet.

Beide Länder vereinbarten zudem, weitere Anstrengungen für das geplante internationale Klima-Abkommen zu unternehmen. In der peruanischen Hauptstadt Lima hatte vergangenes Jahr eine große Klima-Konferenz getagt, die aber nur minimale Fortschritte gebracht hatte. Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier lobte die peruanischen Gastgeber nach einem Treffen mit seinem Kollegen Gonzalo Gutierrez (Artikelbild) für ihre Bemühungen im Kampf gegen den Klimawandel. In Lima seien entscheidende neue Schritte auf den Weg gebracht worden, um die bestehenden Blockaden zu überwinden. Zugleich müsse man aber feststellen: "Wir sind bei weitem noch nicht am Ziel." Die Hoffnung richtet sich nun auf eine weitere Klimakonferenz noch in diesem Jahr in Paris.

Peru mit seinen etwa 30 Millionen Einwohnern hatte in den vergangenen Jahren hohe Wachstumsraten. Inzwischen hat sich das Wachstum aber abgekühlt. Steinmeier wird begleitet von einer großen Wirtschafts- und Kulturdelegation. Darüber hinaus hilft Deutschland unter anderem bei Wasser- und Abwasserprojekten und dem Aufbau einer Forstverwaltung in den Regenwaldgebieten.

Engere Kontakte mit Brasilien

Steinmeier hatte zuvor Brasilien besucht. Dort hatte er nach einer Begegnung mit Staatspräsidentin Dilma Rousseff am Freitag in Brasilia angekündigt, Deutschland wolle sich künftig auch mit dem größtem Land Südamerikas regelmäßig zu Regierungskonsultationen treffen. Die ersten Gespräche in diesem Format sollen Mitte August stattfinden. Bundeskanzlerin Angela Merkel wird dazu mit vielen Ministern in Brasilia erwartet. Ähnliche Konsultationen gibt es schon mit Partnerländern wie Frankreich, Israel und auch China.

Die deutsch-russischen Regierungstreffen liegen wegen der Ukraine-Krise derzeit auf Eis. Steinmeier mahnte, wegen des Konflikts im Osten der Ukraine die Beziehungen zu Lateinamerika nicht zu vernachlässigen. "Lateinamerika ist für uns eine Partnerregion mit großem Potenzial." Der SPD-Politiker hält sich seit Freitag zu einem viertägigen Besuch in Südamerika auf.

Brasilien mit seinen 210 Millionen Einwohnern gehört als wirtschaftliches Schwergewicht zu den wichtigen deutschen Partnerländern. Nach der Fußball-WM 2014 finden dort nächstes Jahr die Olympischen Sommerspiele statt, konkret in Rio de Janeiro.

Am Morgen traf Steinmeier in Kolumbien ein, der letzten Station seiner viertägigen Südamerika-Reise. Bei einem Besuch in der Hauptstadt Cartagena bot er seinen Gesprächspartnern deutsche Hilfe bei der Aufarbeitung der Vergangenheit an. Das 48-Millionen-Einwohner-Land Kolumbien leidet seit vielen Jahren unter dem Bürgerkrieg mit der linksgerichteten FARC-Guerilla, aber auch unter dem Drogenhandel.

kle/cr (dpa)