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Aktuell Afrika

Pentagon meldet Schlag gegen Al-Shabab

Gegen die radikalislamische Al-Shabab in Somalia läuft eine Offensive von Regierungsarmee und Interventionstruppen der Afrikanischen Union. Nun haben auch die USA gegen die Terrormilizen eingegriffen.

Schon einige Male hatten sich die US-Truppen in Somalia ein blaues Auge geholt. Das Verteidigungsministerium in Washington teilte nun mit, am Montag hätten die US-Streitkräfte einen Einsatz gegen die radikalislamische Shabab-Miliz geführt. Das Ergebnis werde derzeit geprüft, sagte Pentagon-Sprecher John Kirby. Zusätzliche Informationen würden "zu gegebener Zeit" mitgeteilt, sagte er weiter, ohne zunächst irgendwelche Details zu erläutern.

Somalische Regierungssoldaten und Truppen der Afrikanischen Union (AU) hatten am Wochenende eine neue Militäroffensive gegen die Islamisten gestartet und dabei die Stadt Bulomarer erobert, eine der Hochburgen der Shabab im Süden des Landes. Am Sonntag griffen daraufhin Shabab-Extremisten die Geheimdienstzentrale in der Hauptstadt Mogadischu an. Zwölf Menschen wurden getötet, darunter auch sieben Shabab-Kämpfer. In dem Gebäude sollen sich auch unterirdische Gefängniszellen befinden, in denen vermutlich verdächtigte Milizionäre festgehalten werden.

Die mit dem Terrornetzwerk Al Kaida verbündete Shabab kontrollierte über Jahre weite Gebiete im Süden und Zentrum des Landes, doch wurde sie inzwischen aus Mogadischu und anderen Städten zurückgedrängt. Sie beherrscht aber immer noch noch einige Gebiete. Die Islamisten verüben zudem immer wieder schwere Anschläge auf Regierungsinstitutionen sowie auf Vertreter der UN und der AU.

SC/wa (afpe, rtre, APE)