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Aktuell Amerika

Papst ruft auf zum Kampf gegen Armut und Korruption

In Italien ging er symbolträchtig in ein Flüchtlingslager, in Brasilien besuchte der Papst die Ärmsten in einer Favela von Rio de Janeiro. Insbesondere an die Jugend appellierte er, in ihrer Not nicht zu verzweifeln.

"Werdet nicht müde, für eine gerechtere und solidarischere Welt zu arbeiten", sagte Papst Franziskus nach einem Rundgang durch die Armensiedlung Varginha im Norden von Rio de Janeiro und griff damit erneut ein zentrales Thema seines Pontifikats auf. "Niemand kann gegenüber den Ungleichheiten, die weiterhin in der Welt bestehen, gefühllos bleiben", sagte das Kirchenoberhaupt, auch gerichtet an die Reicheren und die Vertreter des öffentlichen Lebens in Brasilien.

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Franziskus besucht Favela in Rio (25.07.2013)

Nicht Egoismus und Individualismus bauten eine bessere Welt, sondern eine "Kultur der Solidarität", die in dem jeweils anderen keinen Konkurrenten sehe, mahnte der Papst. An die Adresse der Jugendlichen gerichtet forderte Franziskus, nicht enttäuscht zu sein und nicht zu verzagen angesichts von Armut, Korruption und Ungerechtigkeiten. Die Realität könne sich ändern und die junge Generation könne dazu entscheidend beitragen. In der Favela mit 1200 Bewohnern besuchte der argentinische Papst zudem eine Familie und weihte den Altar der Kapelle "São Jerônimo Emiliano" ein.

Am Abend eröffnete der Papst an der Copacabana schließlich offiziell den Weltjugendtag. Rund eine Million Besucher hatten sich trotz kühlem Wetter und teils starkem Regen an dem weltberühmten Strand versammelt, um das Kirchenoberhaupt zu sehen.

SC/kle/det (afpe, KNA, dpa, rtre)

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