Panik in Teheran nach Erdbeben | Aktuell Nahost | DW | 20.12.2017
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Erdbebenregion Iran

Panik in Teheran nach Erdbeben

Mehrere Erdstöße haben in der iranischen Hauptstadt Teheran für Angst und Schrecken gesorgt. Ein Mensch kam ums Leben, fast 100 wurden verletzt. Aus Angst vor Nachbeben wollten viele die Nacht im Freien verbringen.

Iran Erdbeben in Teheran (Getty Images/AFP/A. Kenare)

Telefonate mit Familie und Freunden nach dem ersten Schrecken - Verletzte oder größere Schäden gab es offenbar nicht

Die Angst vor Erdbeben sitzt vielen Menschen im Iran beständig im Nacken. Nun löste ein mittelschweres Beben in der Nähe der Hauptstadt Teheran große Panik aus. Hunderttausende Menschen flohen aus ihren Häusern auf Straßen und Plätze. Nach Angaben der Behörden kam ein Mensch ums Leben, 97 weitere wurden verletzt.

Das Beben hatte eine Stärke von 5,2 und ereignete sich kurz vor Mitternacht (Ortszeit). Das Epizentrum lag in Meschkindascht etwa 50 Kilometer südwestlich der Millionenmetropole Teheran. Größere Schäden soll es laut Innenministerium nicht gegeben haben. Bei dem Todesopfer handelt es sich den Angaben zufolge um einen Autofahrer, dessen Fahrzeug auf einer Landstraße von Felsen getroffen wurde.

Immer wieder schwere Beben im Iran

Das Beben hatte in Teheran große Panik ausgelöst. Das Staatsfernsehen hatte berichtet, dass es sich um ein Vorbeben handeln und das Hauptbeben erst später kommen könnte. Viele Menschen wollten die Nacht daher im Freien verbringen oder gar die Stadt verlassen. Der Iran wird immer wieder von verheerenden Erbeben heimgesucht.

Erst Anfang des Monats hatte es im Südosten des Irans ein Erdbeben der Stärke 6,2 gegeben. Mitte November hatte sich ein schweres Erdbeben im Westen des Landes ereignet. Bei der Katastrophe in der Provinz Kermanschah nahe der Grenze zum Irak kamen nach jüngsten Angaben 620 Menschen ums Leben.

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Warum ist der Iran so erdbebengefährdet?

Als bislang verheerendstes Erdbeben gilt das Beben im Juni 1990, bei dem im Norden des Landes 40.000 Menschen ums Leben kamen. Im Dezember 2003 gab es im südiranischen Bam 31.000 Tote durch ein Erdbeben. Im Iran treffen die Eurasische- und Arabische Kontinentalplatte aufeinander. 

cw/lh (afp, dpa)

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