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Ukraine-Konflikt

"OSZE-Mission wird in Ostukraine drangsaliert"

Die Beobachter stehen unter Beschuss - und das im wörtlichen Sinne. Die USA sehen dahinter eine gezielte Strategie. Und Washington hat keine Zweifel, wer die Rebellen dirigiert, die Teile der Ostukraine kontrollieren.

Ostukraine OSZE (Imago/Itar-Tass/V. Sprinchak)

Der Vizechef der OSZE-Mission, Alexander Hug (Mitte), am Dienstag bei einem Besuch in der Ortschaft Sakhanka

Die USA werfen den pro-russischen Separatisten in der Ostukraine vor, Gewalt gegen Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) auszuüben. Diese würden von Rebellen drangsaliert, die ihrerseits von Russland "dirigiert, finanziert und trainiert" würden, sagte Außenamtssprecherin Heather Nauert. Die Vereinigten Staaten seien angesichts der Lage im Konfliktgebiet "zutiefst beunruhigt".

Am Dienstag hatte die OSZE-Beobachtermission mitgeteilt, auf eines ihrer Fahrzeuge seien 16 Kilometer nordöstlich von Donezk Schüsse abgegeben worden.

Video ansehen 07:16

Interview mit dem Vize-Chef der OSZE-Beobachtermission in der Ukraine Alexander Hug

Im April war durch eine Sprengfalle in dem von Separatisten kontrollierten Gebiet ein US-Bürger ums Leben gekommen, der als Sanitäter für die Mission tätig war.

"Der Weltöffentlichkeit den Blick verstellen"

Die Vorfälle würden von den USA als Teil einer breiter angelegten Strategie verstanden, der Weltöffentlichkeit den Blick auf das, was in der Ostukraine geschieht, zu verstellen, sagte Nauert. "Wir rufen Russland auf, seinen Einfluss geltend zu machen, um diese Kampagne der Einschüchterung zu beenden und den OSZE-Beobachtern freien, vollständigen und sicheren Zugang zu gewähren", so die Sprecherin.

Ab Samstag soll eine unter Vermittlung der OSZE vereinbarte Feuerpause in Kraft treten. Im Osten der Ukraine wurden bereits zahlreiche Waffenruhen ausgerufen, die jedoch nie lange Bestand hatten. Seit Beginn des Konflikts im April 2014 wurden mehr als 10.000 Menschen getötet.

jj/AR (dpa, afp)

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