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Afrika

Opposition gewinnt Stichwahl in Niger

Nach gut einjähriger Militärherrschaft ist der Niger auf dem Weg zurück in die Demokratie. Nach einem friedlichen Verlauf der Stichwahl wird nun die Opposition den neuen Präsidenten stellen.

Mahamadou Issoufou, Oppositionspolitiker und Sieger der Stichwahl um das Präsidentenamt in Niger (Foto: AP)

Sieger der Wahl:
Mahamadou Issoufou

Aus der Präsidentschaftswahl in Niger ist Oppositionsführer Mahamadou Issoufou als Sieger hervorgegangen. Der 59-Jährige erhielt im entscheidenden zweiten Durchgang knapp 58 Prozent der Stimmen, wie die Wahlkommission in Niamey mitteilte. Issoufou wies damit Ex-Regierungschef Seini Oumarou in die Schranken, für den gut 42 Prozent der Wähler votierten. Der Verfassungsrat des Landes hat nun zwei Wochen Zeit, das Ergebnis offiziell zu bestätigen.

"Beispiel für ganz Afrika"

Nigrerinnen wählen in der Hauptstadt Niamey (Foto: AP)

Die Wahl verlief friedlich

Insgesamt waren 6,7 Millionen Nigrer für die Präsidentschaftswahl registriert. Juntachef Djibo Salou sprach von einem großen Tag für das westafrikanische Land. "Wenn diese Wahl ein Erfolg ist, wird unsere demokratische Errungenschaft ein Beispiel für ganz Afrika setzen", erklärte er nach seiner Stimmabgabe am Wochenende.

Anfang 2010 hatte das Militär in Niger Präsident Mamadou Tandja abgesetzt, nachdem dieser zuvor Parlament und Verfassungsgericht aufgelöst hatte. Auf diesem Wege wollte der Staatschef eine Verfassungsänderung erzwingen, um sich selbst eine dritte Amtszeit zu ermöglichen. Die Putschisten hatten von Anfang an betont, ihre Militärherrschaft sei befristet und solle lediglich die Rückkehr zur Demokratie in Niger ermöglichen.

Armenhaus Niger

Niger ist trotz reicher Uranvorkommen eines der ärmsten und am wenigsten entwickelten Länder der Welt. Die Stabilität des immer wieder von Fluten und Dürren heimgesuchten Landes wird zunehmend auch durch Aktivitäten des Maghreb-Zweiges von Al-Kaida bedroht.

Autorin: Stephanie Gebert (afp, dpa, epd)

Redaktion: Sven Töniges

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