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Aktuell Afrika

Offensive gegen Hutu-Rebellen im Kongo gestartet

Im Osten der Demokratischen Republik Kongo hat die Armee eine Offensive gegen Hutu-Rebellen aus dem Nachbarland Ruanda gestartet. Ein Ultimatum an die Rebellen war bereits im Januar abgelaufen.

Die Angriffe gegen die Rebellengruppe FDLR zielen darauf ab, die Kommandostruktur der Miliz zu zerstören, wie Armeesprecher Léon Richard Kassonga dem französischen Radiosender RFI erklärte. Die FDLR (Forces Démocratiques de Libération du Rwanda) gilt als eine der größten Rebellengruppen in der Demokratischen Republik Kongo und ist seit rund 20 Jahren für den anhaltenden Konflikt in der Region mitverantwortlich.

Anführer waren am Völkermord in Ruanda beteiligt

Die Miliz besteht vor allem aus Hutu-Kämpfern, die für den Völkermord an den Tutsi im Nachbarland Ruanda 1994 verantwortlich gemacht werden, sowie deren Nachkommen. Nach dem Ende des Genozids waren sie über die Grenze in den Ostkongo geflüchtet.

Mehrere afrikanische Regierungen hatten den Rebellen ein Ultimatum gestellt, bis zum 2. Januar die Waffen niederzulegen. Weil die Gruppe weiterkämpfte und neue Kämpfer rekrutierte, drohte die internationale Gemeinschaft mit Gegenschlägen. Der Weltsicherheitsrat rief die kongolesische Armee und die UN-Mission im Kongo (MONUSCO) dazu auf, die Miliz zu "neutralisieren".

Kämpfe in Süd-Kivu

Die Offensive begann bereits am Dienstag in der Provinz Süd-Kivu. UN-Truppen sind nicht beteiligt. Armeesprecher Kassonga sagte, bislang habe es keinen Widerstand der Rebellen gegeben.

uh/kle (ap,epd)