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Amerika

Obama: Zentralbank-Chef Geithner wird Finanzminister

Der designierte US-Präsident Barack Obama hat den Chef der New Yorker Zentralbank, Timothy Geithner, für den Posten des Finanzministers nominiert. Geithner verfolge "eine klare Vision" sagte Obama.

Der gewählte Präsident Obama präsentiert seine Wirtschaftsmannachaft: Timothy Geithner, Christina Romer und Lawrence Summers (von links) AP

Obama präsentiert seine Wirtschaftsmannschaft: Timothy Geithner, Christina Romer und Lawrence Summers (v. l.)

Die Einzelheiten des künftigen Wirtschaftskurses seiner Regierung gab Obama am Montag (24.11.2008) in Chicago bekannt. Geithner kenne die Maßnahmen, die zur Behebung der Wirtschafts- und Finanzkrise nötig seien. Den ehemaligen Finanzminister Lawrence Summers berief Obama als Direktor des einflussreichen Nationalen Wirtschaftsrats, der den Präsidenten in Wirtschaftsfragen berät. Wirtschaftsberaterin im Weißen Haus wird die Universitätsprofessorin aus Berkley, Christina Romer. Er habe versucht, die besten Köpfe in Amerika zusammenzubringen, sagte Obama. Von seinem Team erwarte er gesundes Urteilsvermögen und frisches Denken.

2,5 Millionen Arbeitsplätze

Der künftige US-Präsident erklärte, er habe seine Wirtschaftsberater angewiesen, einen Plan auszuarbeiten, wie bis Anfang 2011 etwa 2,5 Millionen Arbeitsplätze geschaffen oder bedrohte Arbeitsplätze gesichert werden könnten. Vor allem mit Investitionen in die Infrastruktur des Landes, in Schulen und Technologien zur Nutzung alternativer Energien solle der Arbeitsmarkt wieder belebt werden.

Der designierte Finanzminister Geithner war zwischen 1999 und 2001 unter dem damaligen Präsidenten Bill Clinton als Abteilungsleiter im Finanzministerium tätig. Zuletzt diente er als Chef der Zentralbank von New York. In seinen Zuständigkeitsbereich fiel die Finanzkrise an der New Yorker Wall Street. Er war in führender Rolle an der Ausarbeitung des 700 Milliarden Dollar schweren Rettungspakets der US-Regierung für den Finanzsektor beteiligt.

Eine der schwersten Krisen der US-Wirtschaft

Die US-Wirtschaft steuert derzeit auf eine der schwersten Krisen in ihrer jüngeren Geschichte zu. Experten der US-Investmentbank Goldman Sachs rechnen damit, dass die amerikanische Wirtschaft im letzten Quartal um fünf Prozent schrumpft. Bis Ende 2009 erwarten sie eine für US-Verhältnisse außergewöhnlich hohe Arbeitslosenquote von neun Prozent. Die drei großen US-Automobilfirmen sehen sich in ihrer Existenz bedroht.

Die Hinweise, dass US-Senatorin Hillary Clinton neue Außenministerin wird, haben sich laut «New York Times» weiter verdichtet. Sie habe Obama ihre Bereitschaft für diese Aufgabe signalisiert, berichtete das Blatt. Eine endgültige Entscheidung werde aber nicht vor dem kommenden Wochenende erwartet. Als zunehmend wahrscheinlich gilt auch, dass der Ex-NATO-Oberbefehlshaber Jim Jones nationaler Sicherheitsberater wird. (hp)

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