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Politik

Obama in der Normandie

Nach seinem Besuch in Deutschland ist US-Präsident Barack Obama nach Frankreich weitergereist. In der Normandie nimmt er an den Feierlichkeiten zum 65. Jahrestag der Landung der Alliierten teil.

(Foto: AP)

Bitte recht freundlich: die Ehepaare Sarkozy und Obama

Der amerikanische Präsident und seine Frau Michelle wurden am Samstagmittag (06.06.2009) in Caen vom französischen Präsidentenehepaar empfangen. Bei einem Gespräch mit Sarkozy ging es um eine breite Palette weltpolitischer Themen - von der Wirtschaftskrise über Afghanistan und Iran bis hin zum Nahost-Konflikt. Nach dem Treffen mit Obama sagte Sarkozy, er unterstütze dessen Forderung nach dem Stopp der israelischen Siedlungen im Westjordanland. Beide Staatschefs forderten den Iran erneut auf, keine Nuklearwaffen anzustreben.

Am Nachmittag wird Obama am Strand der Normandie an den Feierlichkeiten zum 65. Jahrestag der alliierten Landung im besetzten Frankreich teilnehmen. Dabei werden auch Sarkozy, der kanadische Regierungschef Stephen Harper, der britische Premierminister Gordon Brown sowie der britische Thronfolger Prinz Charles anwesend sein. Im Gegensatz zu der Feier vor fünf Jahren sind diesmal keine deutschen Spitzenpolitiker dabei.

Gedenken an gefallene US-Soldaten

Soldaten in einem Sturmboot vor der Küste (Foto: AP)

Die Landung 1944

Obama wird am Nachmittag auf dem Soldatenfriedhof in Colleville-sur-Mer der amerikanischen Soldaten gedenken, die bei der Landung der Alliierten am 6. Juni 1944 in der Normandie gefallen sind. Auf dem Friedhof sind rund 9300 US-Soldaten beerdigt. Vor den Gedenkfeierlichkeiten ist in Caen ein kurzes Treffen mit Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy geplant.

Obama war am Freitagabend in Paris angekommen und hatte sich sofort in die Residenz des US-Botschafters zurückgezogen. Am Freitagabend hatte Michelle Obama mit ihren Kindern bereits den Eiffelturm besichtigt. Sie wollte bis Montag in Paris bleiben, während mit Barack Obamas Rückflug in die USA bereits am Sonntag gerechnet wurde. In Deutschland hatte er Dresden, das Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar und das US-Militärhospital in Landstuhl in der Pfalz besucht.

Der Anfang vom Ende

Veteranen senken ihre Fahen (Foto: AP)

Veteranen gedenken ihrer Kameraden am 60. Jahrestag

Die Landung in der Normandie vor 65 Jahren war einer der größten amphibischen Operationen der Weltgeschichte. Auf alliierter Seite waren englische, kanadische und amerikanische Truppen beteiligt. 850.000 Soldaten und 148.000 Fahrzeuge kamen bis Ende Juni an Land. Die Operation besiegelte die Befreiung Westeuropas und die militärische Niederlage Deutschlands im Zweiten Weltkrieg. Elf Monate danach war Hitler tot und der Zweite Weltkrieg beendet.

Auf den großen Soldatenfriedhöfen der Normandie liegen die Gräber von mehr als 110.000 Gefallenen. Auch mindestens 15.000 französische Zivilisten starben während der Schlacht. (sam/gri/ap/afp)

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