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Fußball

Norwegen und Brasilien siegen

Norwegen kämpft die Außenseiterinnen aus Äquatorialguinea in der Gruppe D mit 1:0 (0:0) nieder. Anschließend setzt sich Top-Favorit Brasilien mit 1:0 (0:0) gegen Australien durch. Das DFB-Team trifft heute auf Nigeria.

Brasiliens Daiane am Boden gegen Australiens Elise Kellond-Knight (l.) und Kyah Simon (Bild: AP)

Rosana (l.) feiert ihr 1:0 mit Teamkollegin Marta (Bild: dpa)

Rosana (l.) feiert ihr 1:0 mit Teamkollegin Marta

Es ist wie immer vor Fußball-Weltmeisterschaften - egal, ob Männer oder Frauen: Brasilien gilt immer als einer der absoluten Top-Favoriten. Bei den Männern habe sie das auch schon fünfmal bestätigt, bei den Frauen steht ein großer internationaler Titel - sei es bei Olympia oder bei der WM - noch aus.

In Mönchengladbach durften die Brasilianerinnen ihr Können zum ersten Mal bei diesem Turnier gegen Australien unter Beweis stellen, gegen die Nummer elf der aktuellen Weltrangliste. Um´s vorwegzunehmen. Auch nach diesem Spiel vor 27.000 Zuschauern gehören die Südamerikanerinnen zu den ersten Anwärterinnen auf den WM-Pokal.

Zwar hielten die Australierinnen lange gut mit, hatten vor allem in läuferischer und kämpferischer Hinsicht Einiges zu bieten, aber die individuelle Klasse machte dann doch den Unterschied. Da war zum einen natürlich die fünfmalige Weltfußballerin Marta, zum anderen aber auch Rosana, die Torschützin zum 1:0 in der 54. Minute. Von der Zielstrebigkeit, mit der sie den Ball ins Tor pfefferte, kann sich mancher Ballzauberer vom Zuckerhut eine Scheibe abschneiden! Eines Titelkandidaten würdig war dann auch das Glück, das den Brasilianerinnen zur Seite stand, denn in letzter Sekunde schlugen sie den Ball von der Torlinie.

Schwaches Niveau in Ausgsburg

Es hat schon einige richtig attraktive Spiele gegeben bei dieser WM, aber das zwischen Norwegen und Äquatorialguinea gehört sicher nicht dazu. Im Gegenteil. Das war Fußball zum Abgewöhnen. 14:9 Torschüsse für die Afrikanerinnen - das war die Bilanz nach 45 Minuten. Und das sprach nicht etwa für eine offensiv geführte Partie von beiden Seiten, sondern für technische Unzulänglichkeiten, für taktische Defizite und unkonzentrierte Abwehrreihen. Dass es zur Halbzeit dennoch nur 0:0 stand, lag dann auch noch an einer eklatanten Abschlussschwäche der Stürmerinnen auf beiden Seiten. Vor allem die deutlich höher eingeschätzten Norwegerinnen enttäuschten auf ganzer Linie.

1:0 für Norwegen! Emilie Haavi (l.) schießt das einzige Tor in einer schwachen Partie (Bild: AP)

1:0 für Norwegen! Emilie Haavi (l.) schießt das einzige Tor in einer schwachen Partie

Knapp 13.000 Zuschauer waren in Augsburg Zeuge dieser Begegnung der Gruppe D, in der sich auch nach der Pause nicht viel änderte. Außer, dass Emilie Haavi in der 84. Minute den Ball dann doch noch für die glücklichen Norwergerinnen ins Tor bugsierte. Vorausgegangen waren - wie könnte es anders sein - haarsträubende Fehler in der Hintermannschaft von Äquatorialguinea, die Haavi so frei zum Schuss kommen ließen, dass die aus sechs Metern das leere Tor nun wirklich nicht mehr verfehlen konnte.

Verbessert in die Partie gegen Nigeria

Die deutschen Fußballerinnen bereiten sich derweil auf ihr zweites Spiel in der Gruppe A vor. Donnerstag (30.06.2011) ist Nigeria der Gegner in Frankfurt am Main. "Unser Ziel ist es, den zweiten Sieg einzufahren", sagt Bundestrainerin Silvia Neid. Ein zweiter Sieg würde schon fast sicher den Einzug ins Viertelfinale bedeuten. Deshalb fordert Neid auch, dass sich das Team "gegenüber dem Eröffnungsspiel spielerisch steigert". Allerdings dürften die Afrikanerinnen keine allzu hohe Hürde darstellen, hat man doch ein Testspiel im vergangenen November in Leverkusen noch mit 8:0 gewonnen.

Testspiel Deutschland - Norwegen am 16.06.2011 in Mainz. Deutschlands Torschützin zum 1:0, Simone Laudehr (l.), läuft jubelnd auf eine Mitspielerin zu. (Foto: dpa)

Simone Laudehr - jubelt sie bald in den USA?

Wie so viele große internationale Turniere ist auch diese WM eine Möglichkeit für die Spielerinnen, sich vor möglichen Interessenten zu präsentieren. "Ich spiele bereits sieben Jahre für Potsdam. Da wäre ein Wechsel ins Ausland sicher eine gute Abwechslung", kokettiert Abwehrspezialistin Babett Peter. "Ein halbes Jahr USA, das wäre eine tolle Lebenserfahrung." Auch Frankreich, Schweden oder England kämen sportlich gesehen für sie infrage.

Simone Laudehr reizt ein Engagement in der US-Profiliga ebenso: "Wenn ich in der Nähe von Nowitzki sein könnte, wäre das ein Ding", sagte die Mittelfeldspielerin des FCR Duisburg, die für den deutschen Basketball-Star schwärmt.

Autor: Tobias Oelmaier
Redaktion: Arnulf Boettcher

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