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Sport

Nibali jetzt in Gelb

Vincenzo Nibali übernimmt mit einem furiosen Soloauftritt die Gesamtführung bei der Tour de France. Zur zweiten Etappe kann ein schneller Brite nicht mehr antreten.

Nach nur einem Tag musste der deutsche

Sprinter Marcel Kittel

das Gelbe Trikot des Spitzenreiters der Tour de France wieder abgeben. Der Italiener Vincenzo Nibali entschied die zweite Etappe, die wiederum auf englischem Boden, über 201 Kilometer von York nach Sheffield führte, für sich und durfte sich das begehrte Jersey überstreifen. Nibali hatte 1900 Meter vor dem Ziel angegriffen und einen Minimal-Vorsprung von zwei Sekunden verteidigen können. Erster Verfolger des italienischen Meisters war der Belgier Greg van Avermaet. Schon vor dem Start war klar, dass Kittel die Gesamtführung verlieren würde, war doch das Etappenprofil mit neun Steigungen nichts für die Männer mit den schnellen Beinen, sondern eher gemacht für Kletterkünstler wie Nibali.

Aus für "Cav"

Doch während Kittel sich mühte und mit knapp 20 Minuten Rückstand die Arbeiterstadt erreichte, konnte sein vermeintlicher Konkurrent Mark Cavendish gar nicht mehr antreten. Bei einem schweren Sturz auf der Zielgeraden hatte sich der Brite beim Tour-Auftakt am Samstag (05.07.2014) eine Schultereckgelenk-Sprengung zugezogen. "Ich hatte gehofft, dass die Schmerzen in der Nacht zurückgehen, aber das war nicht der Fall", sagte der 25-malige Etappengewinner, als er mit dem Arm in einer Schlinge seinen Ausstieg verkündete. "Ich bin am Boden zerstört." Damit ist ein Trumpf der Briten aus dem Rennen. Zusammen mit Chrisopher Froome, einem der großen Favoriten auf den Gesamtsieg, war "Cav" in den vergangenen Wochen von seinen Landsleuten enthusiastisch gefeiert worden.

In der Gesamtwertung liegt Nibali zwei Sekunden vor dem Slowaken Peter Sagan, van Avermaet ist zeitgleich Dritter. Ebenfalls mit zwei Sekunden Rückstand folgen der Schweizer Michael Albasini und die hoch gehandelten Froome, Bauke Mollema aus den Niederlanden, der Spanier Alberto Contador und Tejay van Garderen aus den USA. Bester Deutscher ist hier Paul Voß als 39. mit 35 Sekunden Rückstand, alle weiteren BDR-Profis haben schon mindestens zehn Minuten auf Nibali verloren.

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