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Sport

Kittel sprintet ins Gelbe Trikot

Bei einer Massenankunft setzt sich Deutschlands bester Sprinter durch und entscheidet die erste Etappe der Tour de France für sich. Für den britischen Lokalmatador ist die Tour nach einem Sturz bereits beendet.

Zum Auftakt der 101. Frankreich-Rundfahrt hat Marcel Kittel die erste Etappe nach 190,5 Kilometern in Harrogate vor dem Slowaken Peter Sagan gewonnen und ist damit auch erster Träger des Gelben Trikots. Kittel eroberte zum zweiten Mal in seiner Karriere das "Malliot Jaune". Das gleiche Kunststück hatte er im Vorjahr in Bastia fertiggebracht. Im Anschluss daran hatte er 2013 insgesamt vier Tour-Etappen gewonnen.

Den Briten, in diesem Jahr Gastgeber der ersten drei Tagesabschnitte, stockte im Ziel der Atem: Lokalmatador Mark Cavendish, der sich zum ersten Mal in seiner Karriere das Gelbe Trikot vor der eigenen Haustür sichern wollte, stürzte schwer auf die rechte Schulter. Er hatte den Sturz allerdings selbst verursacht, indem er sich bei hohem Tempo mit der Schulter gegen einen Kontrahenten lehnte. Dabei zog er sich eine Schultereckgelenk-Sprengung mit Bänderrissen zu und musste das Rennen bereits jetzt aufgeben. Das teilte das Team Omega Pharma-Quick Step vor dem Start
des zweiten Teilstücks mit. Rekordteilnehmer Jens Voigt holte sich bei seiner mutmaßlich letzten Tour das Bergtrikot, das er auch bei seinem Debüt 1998 getragen hatte. Zum 17. Mal nahm der 42-Jährige die Tour in Angriff, womit er zu den Rekord-Teilnehmern George Hincapie (USA) und Stuart O'Grady (Australien) aufschloss.

Royales Radsport-Spektakel

Hunderttausende britische Radsport-Fans am Straßenrand hatten den Tour-Auftakt zum rauschenden Volksfest gemacht. Im grünen Kleid durchtrennte Herzogin Kate - begleitet von den Prinzen William und Harry - das symbolische Startband in Leeds, womit der zweite Tour-Start auf britischem Boden nach London 2007 erfolgt war. Allerdings war die Feier ohne den erwarteten 26. Tour-Etappensieg durch Cavendish erheblich gestört. Das Finale verlief für die Sprinterteams auch deshalb nicht nach Drehbuch, weil der vierfache Zeitfahr-Weltmeister Fabian Cancellara aus der Schweiz 1000 Meter vor dem Ziel attackiert hatte und die Sprinter erheblich aus der Balance brachte.

Die Topfavoriten um den britischen Vorjahressieger Chris Froome, dem zweimaligen Champion Alberto Contador aus Spanien oder dem italienischen Meister Vincenzo Nibali waren ebenfalls vorne mit dabei. Heil durchkommen, lautet für die Podiumsanwärter an den ersten Tagen das dennoch Motto, bevor es spätestens in den Bergen ernst wird.

Am Sonntag (06.07.2014) könnte das Gelbe Trikot auf der zweiten Etappe über 201 Kilometer von York nach Sheffield seinen Besitzer wieder wechseln. Wegen neun giftigen Anstiegen ist eher mit der Ankunft einer Ausreißergruppe und nicht mit einem Massensprint zu rechnen.

asz/tk (sid, dpa)

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