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Aktuell Afrika

Neuer Regierungschef in Mali

Regierungswechsel im westafrikanischen Krisenland Mali: Neuer Ministerpräsident soll Moussa Mara werden.

Der malische Präsident Ibrahim Boubacar Keita hat Moussa Mara, bisher Minister für Stadtplanung, mit der Bildung eines neuen Kabinetts beauftragt. Das ließ er in einer in der Nacht zum Sonntag im Fernsehen verlesenen Erklärung mitteilen. Zuvor war Ministerpräsident Oumar Tatam Ly zurückgetreten. Gründe für den Schritt wurden nicht genannt.

Der 39-jährige Mara war vor seinem Ministeramt Bürgermeister einer Gemeinde von Bamako. Im Juli 2013 hatte er bei der Präsidentschaftswahl kandidiert und 1,5 Prozent der Stimmen geholt. Mara ist Sohn des früheren Justizministers Joseph Mara, der unter der Militärherrschaft von Moussa Traoré (1968 bis 1991) Ende der 1970er Jahre fünf Jahre lang inhaftiert war.

Unabhängig von Frankreich?

Mara gilt als Repräsentant einer neuen Generation von Politikern, die weniger enge Bindungen an frühere Regierungen und die einstige Kolonialmacht Frankreich haben. In Mali hatten nach einem Militärputsch Tuareg-Rebellen und Islamisten den Norden des Landes unter ihre Kontrolle gebracht. Erst durch das militärische Eingreifen Frankreichs Anfang 2013 konnten die Islamisten wieder vertrieben werden.

Seither bemüht sich die internationale Gemeinschaft, Mali beim Wideraufbau des Staates zu helfen. Auch die Bundeswehr beteiligt sich mit der Ausbildung malischer Soldaten. Doch noch immer kommt es zu Anschlägen und Entführungen. Die französischen Soldaten sollen bald abziehen.

det/kle (afp, dpa, epd)

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