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Aktuell Welt

Neue Atomrunde mit Iran noch diese Woche

Es geht dem - hoffentlich guten - Ende entgegen: Bis zum 30. Juni sollen die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm abgeschlossen werden. Teheran jedenfalls versucht, gute Stimmung zu machen.

Der iranische Vizeaußenminister Abbas Araghchi (Foto: Atta Kenare/AFP/Getty Images)

Der iranische Vizeaußenminister Abbas Araghchi sieht den abschließenden Verhandlungen zuversichtlich entgegen

Die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm gehen noch in dieser Woche in eine neue Runde. Nach einem Vortreffen iranischer Unterhändler und einer EU-Vertreterin an diesem Mittwoch in Wien würden dann die hochrangigen Gespräche wiederaufgenommen, teilte die EU-Kommission mit. Anfang April hatten sich die Islamische Republik sowie die fünf UN-Vetomächte USA, China, Russland, Großbritannien und Frankreich plus Deutschland im schweizerischen Lausanne auf Eckpunkte für eine Beschränkung des iranischen Atomprogramms geeinigt. Im Gegenzug sollen Wirtschaftssanktionen gegen den Iran aufgehoben werden. Viele Einzelheiten sind jedoch noch offen. Sie sollen bis zum 30. Juni geklärt werden.

Der Iran zeigt sich zuversichtlich, bis Ende dieses Monats eine Einigung erzielen zu können. "Wir nähern uns der Endphase der fast zweijährigen Atomverhandlungen", sagte Vizeaußenminister Abbas Araghchi in Teheran vor dem Abflug nach Wien. Er und die Vertreter der fünf UN-Vetomächte sowie Deutschlands würden alles versuchen, um die verbliebenen Differenzen auszuräumen und "die Lücken in dem Vertragsentwurf zu schließen".

"Wir bleiben solange wie nötig"

In den vergangenen Tagen gab es in Teheran Diskussionen über eine mögliche Verlegung des finalen Atomtreffens nach New York. Grund waren Berichte, wonach die Atomgespräche in Wien ausspioniert worden sein sollen. Die Behörden in Wien sollen der iranischen Seite jedoch alle nötigen Sicherheitsmaßnahmen zugesagt haben. Daher dürfte das entscheidende Treffen der Außenminister der 5+1-Gruppe und des Irans nun doch in Wien stattfinden. Laut Araghchi könnte die Einigung allerdings "ein paar Tage länger dauern" als vorgesehen. "Wir bleiben solange wie nötig", versicherte Araghchi laut der iranischen Nachrichtenagentur Mehr. Er wies aber darauf hin, dass es zwischen der Unterzeichnung und der Umsetzung des Abkommens eine Zeitspanne geben könnte. Wie lange die Umsetzung dauern würde, sagte er nicht.

Das Abkommen soll dem Iran ein ziviles Atomprogramm erlauben, aber jeden Weg zu Atomwaffen versperren. Im Gegenzug sollen die das Land lähmenden Wirtschaftssanktionen aufgehoben werden. Laut Araghchi soll beides parallel in Kraft gesetzt werden.

sti/ago (dpa, rtr)