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Kultur

Neu auf DVD: Ida

Er ist eine der Entdeckungen des europäischen Kinojahres, der polnische Film "Ida". Jetzt gewann er den Europäischen Filmpreis.

Ganze 79 Minuten dauert der Film des polnischen Regisseurs Pawel Pawlikowski. Erzählt wird die Geschichte der 18-jährigen Novizin Anna im Polen der 1960er Jahre. Anna ist als Waise im Kloster aufgewachsen und steht nun vor der Entscheidung, ob das Leben als Nonne für sie dauerhaft das richtige ist. Ihre einzige Verwandte ist eine Tante, eine Richterin, die trinkt, verschiedene Männerbekanntschaften pflegt und dem Leben zugewandt ist. Anna sucht ihre Tante auf, zum einen, um mehr über ihre verstorbenen Eltern zu erfahren, vor allem aber um sich zu vergewissern, welche Möglichkeiten das Leben bietet.

Regisseur Pawlikowski erzählt das in eindringlichen Schwarz-Weiß-Bildern, die an den frühen Wim Wenders und an Jim Jarmush erinnern. Lakonisch und voller Melancholie ist "Ida" Roadmovie und Coming-of-Age-Geschichte zugleich. Erzählt wird über die polnische Gesellschaft zu Beginn der '60er Jahre, über Antisemitismus in der Gesellschaft und den Kommunismus im Polen der Nachkriegszeit, über Poltik und Privates. "Ida" wurde bereits auf mehreren Festivals mit Preisen ausgezeichnet und hat nun Chancen auf zwei weitere. Er steht in der Endauswahl für den Europäischen Filmpreis am 13. Dezember und ist einer von drei Kandidaten für den

Lux-Filmpreis

des Europäischen Parlaments, der am 24. November vergeben wird.

Pawel Pawlikowski: Ida, Polen 2013, 79 Minuten, mit Agata Trzbuchowska, Agata Kulesza u.a., auf DVD soeben bei

Arsenal Film

erschienen.

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