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Doping in Russland

NADOs: Unbefristeter Ausschluss Russlands

Die Elite der Dopingbekämpfer will russische Athleten auf unbestimmte Zeit von allen sportlichen Wettbewerben ausschließen. Erst wenn sich etwas ändert, sollen die Daumenschrauben wieder gelockert werden.

Die führenden Nationalen Anti-Doping-Agenturen (NADOs), darunter auch die deutsche NADA, fordern den unbefristeten Ausschluss russischer Sportorganisationen von allen internationalen Sportwettbewerben. Grund sind die Erkenntnisse des zweiten McLaren-Reports. Der kanadische Sonderermittler Richard McLaren hatte im Dezember seinen Abschlussbericht vorgelegt. Demnach haben zwischen 2011 und 2015 mehr als 1000 russische Athleten in 30 Sportarten von einem staatlich gelenkten Doping-System profitiert.

Die NADOs formulierten ihre Forderung auf ihrem dritten Leaders Summit, der am Montag und Dienstag in Dublin stattfand. Außerdem sollen internationale Sportgroßveranstaltungen bis auf Weiteres nicht nach Russland vergeben werden.

Gotzmann: "Bewusstseinswandel"

"Die Sanktionen müssen solange in Kraft bleiben, bis der russische Sport nachvollziehbare und glaubhafte Anti-Doping-Maßnahmen auf der Grundlage des WADA-Codes etabliert hat", sagte die NADA-Vorsitzende Andrea Gotzmann: "Dazu gehört auch ein nachhaltiger Bewusstseinswandel und eine überzeugende Grundhaltung für dopingfreien Sport".

Zudem bekräftigten die NADOs ihre Forderungen nach einer unabhängigen Anti-Doping-Arbeit für die sauberen Sportler. "Die unreflektierte Etablierung einer vom Sport organisierten und kontrollierten Independent Testing Authority kann nicht die Lösung sein", sagte Gotzmann: "Vielmehr muss die umfangreiche Expertise der NADOs und der WADA die zukünftige Anti-Doping-Arbeit noch stärker prägen."

asz (sid)

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