1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Asien

Nach 47 Tagen aus Nepals Bergen gerettet

Es war ein siebenwöchiger Horrortrip für den 21-jähigen Liang Sheng Yueh aus Taiwan. Hilflos saß er einem Berghang im Himalaya fest, dann fanden ihn die Retter. Für seine 19-jährige Freundin kamen sie jedoch zu spät.

Nepal Verirrter Wanderer Liang Sheng Yueh (picture-alliance/AP Photo/N. Shrestha)

Liang Sheng Yueh

Die Tortur am Ganesh Himal, einem Gebirgsmassiv im Zentral-Himalaya, überlebte Liu Chen Chun nicht. Als die Rettungskräfte das vermisste Pärchen aus Taiwan endlich aufspürten, war sie schon seit drei Tagen tot.

Mit ihrem Freund Liang Sheng Yueh war Liu ohne Bergführer oder Sherpa unterwegs. Ihre Vorräte, ein kleines Zelt und Schlafsäcke trugen sie selbst. Nachdem sie sich auf dem Treck verirrt hatten, kletterten die beiden einen steilen Felsabhang hinab, um ein Dorf im Tal zu erreichen. Dabei übersahen sie eine Schlucht, die ihnen mit einem Wasserfall den Weg abschnitt. Umkehren konnten die beiden nicht, weil es ihnen nicht gelang, wieder hinaufzuklettern. So saßen sie an Ort und Stelle fest.

Nepal Kathmandu und Ganesh Himal (Imago/robertharding/A. Treadway)

Hinter Nepals Hauptstadt Kathmandu erhebt sich der Ganesh Himal

Die ersten zwei Wochen hatten sich die Wanderer von Kartoffeln und Nudeln ernährt. Nachdem ihre Vorräte aufgebraucht waren, konnten sie nur noch Wasser trinken. Die 19-jährige Liu verließen nach 44 Tagen alle Kräfte. Liang hatte 30 Kilo abgenommen, sein rechtes Bein war von Maden befallen. Es sei sehr kalt gewesen, klagte er nach seiner Rettung.

Die hat er wohl auch seinem Vater zu verdanken, der nach Nepal gereist war und einen Hubschrauber gechartert hatte, um die Vermissten zu suchen. "Es hat uns überrascht, Liang überhaupt noch lebend gefunden zu haben", sagte Madhav Basnyat vom Bergungsteam der Nachrichtenagentur AFP in Kathmandu. "Er hat geschlafen, als wir eintrafen."

rb/qu (afp, ap)

Die Redaktion empfiehlt