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Wissen & Umwelt

Der Mount Everest wandert

Dieses Bild vom Mount Everest stammt aus dem Jahr 2008. Genau an dieser Stelle steht er heute nicht mehr, denn der riesige Berg verschiebt sich immer wieder - zuletzt beim großen Erdbeben. Wie passiert sowas?

Das schwere Erdbeben im April hat dem Mount Everest einen ordentlichen Schubs gegeben. das zeigen die neuesten Messungen der chinesischen Kartographiebehörde.

Das nordöstlich verlaufende Massiv sei dadurch drei Zentimeter nach Südwesten gewandert, berichtet die amtliche Zeitung "China Daily" unter Berufung auf die Behörde. Das zweite Erdbeben, am 12. Mai 2015, habe dem Berg dagegen nichts angehabt.

Die jüngste Verschiebung des riesigen Berges verlief dabei entgegen einem allgemeinen Trend. Auch wenn es unvorstellbar klingt, der höchste Berg unserer Erde wandert Stück für Stück, mit einem Tempo von vier Zentimetern pro Jahr - allerdings in die entgegengesetzte Richtung: In den letzten zehn Jahren soll er um insgesamt 40 Zentimeter Richtung Nordosten gerückt sein.

Höchster Gipfel noch höher?

Und: Der Mount Everest habe sich nicht nur verschoben, der ohnehin schon höchste Berg der Erde habe sich auch um drei weitere Zentimeter aufgerichtet, sagen die Kartographen.

Dadurch könnte der Gipfel seiner ursprünglichen Größe wieder ein stückweit näher gekommen sein. 2005 hatten chinesische Forscher bei einer Vermessung festgestellt, dass er mit einer Höhe von 8844,43 Metern nicht so hoch ist, wie 1999 (8850 Meter) oder 1975 (8848,13 Meter) festgestellt wurde. "Die Daten sind national wie international die bislang detailliertesten und genauesten", sagte der Chef des chinesischen Vermessungsamts, Chen Bangzhu, damals. Die Messungenauigkeit betrage etwa 21 Zentimeter. Aber bislang - und auch noch heute - ist die Höhe von 8848 Metern gültig, 1954 durch indische Forscher bestimmt.

Und wie hoch ist er nun wirklich?

Im April 2010 erzielten Nepal und China dann schlussendlich einen Kompromiss, wonach für den Mount Everest nun 8848 Meter mit und 8844 Meter ohne Schneekappe gelten.

Sicher ist jedenfalls: Er gehört zu den Achttausendern und bleibt - mit rund 200 Metern Abstand - der höchste Berg der Erde.

hf/fs (AFP/China Daily)

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