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Flüchtlinge

Myanmar will Rohingya-Flüchtlinge zurücknehmen

Mehr als eine halbe Million Menschen sind im vergangenen Monat aus Myanmar nach Bangladesch geflohen. In Gesprächen zwischen den beiden Ländern gab es offenbar eine Annäherung zur Rücknahme der Flüchtlinge.

Zunächst werde eine gemeinsame Arbeitsgruppe eingerichtet, die die Rückführung der Rohingya-Flüchtlinge in ihre Heimat organisieren soll, erklärte Bangladeschs Außenminister A.H Mahmood Ali nach der ersten Gesprächsrunde in der Hauptstadt Dhaka. Die Unterredung sei in freundlicher Atmosphäre verlaufen und Myanmar habe ein Angebot gemacht, die Flüchtlinge zurückzunehmen. Weitere Details gab er nicht bekannt.

Auslöser für den Flüchtlingsstrom war im August eine Eskalation der Gewalt, nachdem die Rebellenmiliz "Arakan Rohingya Salvation Army" Polizeiwachen im Norden Myanmars angegriffen hatte. Die Armee Myanmars hatte darauf mit brutaler Härte reagiert.

Video ansehen 12:00

Die Not der Rohingya in Bangladesch (23.09.2017)

Verantwortung auf beiden Seiten

UN-Generalssekretär António Guterres bezeichnete die Krise um die muslimische Minderheit der Rohingya in der vergangenen Woche vor dem UN-Sicherheitsrat in New York als "humanitären und menschenrechtlichen Alptraum". Sie habe sich zur "am schnellsten voranschreitenden Flüchtlingsnotsituation der Welt" entwickelt. Guterres verurteilte die Angriffe durch die Rohingya-Miliz. Die Wurzel der Krise läge jedoch in den "Jahrzehnten der Diskriminierung" der Rohingya.

Die Behörden ließen nun doch ausländische Diplomaten und UN-Vertreter in die Unruheprovinz Rakhine reisen, zum Verlauf des Besuchs wurde aber bislang nichts bekannt. Am vergangenen Donnerstag war ein solcher Besuch wegen schlechten Wetters abgesagt worden. Guterres hatte zuletzt von einem "Klima des Widerstands" der Behörden von Myanmar gegenüber den Vereinten Nationen gesprochen.

fab/se (APE, afpe, dpa)

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