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Aktuell Asien

Myanmar erinnert an Studentenaufstand

Tausende Menschen haben in Myanmar des Aufstands vor 25 Jahren gedacht. Damals waren Studenten auf die Straßen gegangen, um die Militärherrschaft im Land zu beenden. Das Militär schlug die Protestbewegung blutig nieder.

Aktivisten legten Kränze an der Sule-Pagode im Zentrum der Hafenstadt Rangun ab. An diesem Ort hatte das Militär vor 25 Jahren besonders hart zugeschlagen. Im Laufe des Tages gab es weitere Feierlichkeiten, zu denen sich auch Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi angekündigt hatte.

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Myanmar: Gedenken an Studentenaufstand

Am 8. August 1988 begann in der damaligen Hauptstadt Rangun die heiße Phase für den von Studenten angeführten Protest. Die demokratische Bewegung hatte bereits Monate zuvor gegen Misswirtschaft protestiert und das Ende der Militärherrschaft gefordert. Das Militär schoss auf Demonstranten. Im September 1988 schlug das Militär die Bewegung blutig nieder. Dabei wurden nach Schätzungen von Menschenrechtlern mehr als 3000 Personen getötet.

Hoffen auf weitere Demokratisierung

Die Teilnehmer der Gedenkveranstaltung hoffen, dass Myanmar den Übergang zu einem demokratischen Land fortsetzt. Viele heutige Minister gehörten damals aber ranghohen Militärs an. Aus diesem Grund boykottierte der Studentenverband ABFSU die Feierlichkeiten.

Seit 2011 hat das Land eine zivile Regierung. Seitdem hat Staatspräsident Thein Sein eine Reihe politischer, sozialer und wirtschaftlicher Reformen durchgeführt. Die tiefgreifenden Veränderungen sollen das südostasiatische Land aus der internationalen Isolation führen.

Die Reformanstrengungen in Myanmar fanden internationale Beachtung: Die USA und die Europäische Union hoben die meisten der gegen das Land verhängten Sanktionen auf. Nach 25 Jahren Unterbrechung soll auch die deutsche Entwicklungshilfe in Myanmar wieder vollständig aufgenommen werden.

rk/det (afp, dpa)

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