1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Kultur

MP3 erfreut Musikfreunde und Hersteller

Es gab einmal eine Zeit ohne MP3-Musik, und die ist sogar erst zehn Jahre her. Damals entwickelten deutsche Forscher die technische Neuheit. Die blieb nicht ohne Folgen.

default

Der MP3-Spieler iPod Mini von Apple

MP3-Spieler und -Musik gibt es inzwischen weltweit. Dabei ist das digitale Format erst zehn Jahre alt. Und: Es wurde von deutschen Wissenschaftlern entwickelt und benannt. Mit "MP3" bezeichneten Forscher am Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen (IIS) in Erlangen 1995 das von ihnen entwickelte Audiokompressionsformat. Der Dateiname .mp3 setzte sich damals am Fraunhofer IIS bei einer internen Befragung durch. Die Industrie hielt das Format damals im Übrigen für nicht einsetzbar.

Millionen MP3-Spieler weltweit

MP3-Erfinder Karlheinz Brandenburg

Karlheinz Brandenburg vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen (ISS) gilt als Erfinder des MP3-Datenformats.

Eine Fehleinschätzung, wie sich erwiesen hat. Das Format ist so verbreitet wie kein anderes. So dient es zum Beispiel als Basis für viele Musiktauschbörsen im Internet - zum Ärger der Musikindustrie. Aber auch die Industrie profitiert vom MP3-Boom: Allein in Deutschland wurden im vergangenen Jahr über drei Millionen Player zum Abspielen von MP3-Dateien verkauft. 2006 sollen Prognosen zufolge weltweit über 80 Millionen MP3-Spieler über die Ladentheken gehen

Apple verkauft und verkauft

Beim US-Computerkonzern Apple hat beispielsweise der MP3-Player iPod erheblich dazu beigetragen, die Gewinne zu verfünffachen. Der Nettogewinn stieg im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2004/2005 auf 320 Millionen Dollar (rund 266 Millionen Euro), wie der Konzern am Mittwoch (13.7.2005) in Cupertino mitteilte. Der Umsatz legte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 75 Prozent auf 3,52 Milliarden Dollar zu.

Sieben Mal mehr iPods im ersten Quartal

MP3 Disco in New York

Eine MP3-Disco in New York: Beeindruckende Platten- oder CD-Sammlungen braucht der DJ nicht mehr zum Musik mixen.

Apple verkaufte zwischen April und Juni 2005 mehr als sechs Millionen iPods und damit sieben Mal so viele wie im Quartal zuvor. Der iPod speichert und spielt Musikstücke digital ab. Das gute Ergebnis verdankt Apple aber auch dem Erfolg seines im April eingeführten Betriebssystems Tiger. Es steigerte die Verkäufe von Mac-Computern um 35 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 1,182 Millionen. (kap)

Die Redaktion empfiehlt