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Kultur

MoMA bekommt neues Haus zum Geburtstag

Das Museum of Modern Art wird am 20. November 2004 nach den aufwändigsten Renovierungsarbeiten seit seinem Bestehen wiedereröffnet. Zugleich feiert New York den 75. MoMA-Geburtstag mit einer Riesenparty.

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Der Gebäudekomplex verbindet die 53. und 54. Straße im Zentrum Manhattans

"Das Publikum wird an diesem Tag freien Eintritt haben, als Belohnung für seine stetige Unterstützung", sagt MoMA-Direktor Glenn D. Lowry. Nach zweijähriger Renovierung erwartet das neue MoMA in Manhattan jetzt tausende von Besuchern. Denn das neue Gebäude sprengt den Rahmen von allem bisher Dagewesenen.

Manhattan in Klein

"Gewagt und doch angelehnt an den historischen, kulturellen und sozialen Kontext", so beschreibt der japanische Stararchitekt Yoshio Taniguchi das Design seines neue Werkes. Manhattan selbst stand Modell für das neu gestaltete Museum of Modern Art. "Der Skulpturengarten im Zentrum des MoMA steht für den Central Park, und die Museumsbauten ringsherum stehen für die Häuser der City mit ihren verschiedensten Formen und Funktionen.

Eines der charakteristischsten Merkmale von Taniguchis Design ist ein Gebäudekomplex, der die 53. und die 54. Straße miteinander verbindet. Ein Atrium ragt 33 Meter über der Strasse und es gibt innovative Glasvorhänge, die eine Aussicht auf den Abby Aldrich Rockefeller Skulpturen Garten und Manhattan bieten. Es gibt auch eine Galerie für zeitgenössische Kunst der neuen Medien. Die Eleganz des Gebäudes soll durch die Baumaterialien Glas, Granit und Aluminium hervorgehoben werden. Und natürliches Licht spielt für den Betrachter eine noch größere Rolle.

Millionenschwere Verbindung

Fast eine halbe Milliarde Dollar (rund 400 Millionen Euro) hat die grundlegende Modernisierung und Erweiterung des MoMA gekostet. Dennoch wurde die neue Heimstatt der größten und bedeutendsten Kunstkollektion des 20. Jahrhunderts fast einhellig umjubelt. Besonders gelobt wird, dass Taniguchi die unterschiedlichen Bauten aus den Anfangsjahren mit denen der zwei Erweiterungsphasen in den Sechzigern und Achtzigern und den jetzt hinzugekommenen Gebäuden harmonisch miteinander verbunden hat.

Neue Nationalgalerie Berlin - Besuchermagnet MoMA

MoMA-Sonderausstellung vom 20. Februar bis zum 20. September 2004 in Berlin

Als das erste MoMA-Haus am 7. November 1929 eröffnet wurde, beschrieb Gründungsdirektor Alfred H. Barr Jr. dessen Mission so: Den Menschen

solle geholfen werden, nicht nur die Bildenden Künste der Vergangenheit, sondern vor allem jene ihrer eigenen Zeit verstehen und genießen zu können. Schon in den Anfangsjahren war die Reaktion des Publikums überwältigend. Tausende drängten sich vor den Toren, um Werke von Monet, Van Gogh oder Picasso, von Matisse, Kandinsky oder auch der Amerikaner Edward Hopper und Jackson Pollock zu sehen.

Mehr Kunst als Platz

Doch das erneuerte MoMA stellt das alte eindeutig in den Schatten: Noch nie konnte so viel Kunst auf einmal gezeigt werden wie im neuen Gebäude. Es bietet mit 58 500 Quadratmetern rund 50 Prozent mehr Ausstellungsfläche als das bisherige MoMA. Doch auch künftig kann nur ein Teil der mehr als 100 000 Gemälde, Skulpturen, Grafiken, Fotos, Design-Objekte und Architektur-Modelle umfassenden Sammlung gezeigt werden. Aber der stetig wachsende MoMA-Fundus, der mit acht Kunstdrucken und einer Zeichnung begann, bietet genug Themen für wechselnde Ausstellungen.

Ab dem 20. November 2004 wird das MoMA nun die bislang umfangreichste Ausstellung mit mehr als 135.000 Objekten aus seinen sechs Kunst-Bereichen präsentieren. Im Bereich Malerei werden unter anderem die Publikumsmagneten "The Starry Night" von Vincent van Gogh und "Les Demoiselles d'Avignon" von Pablo Picasso gezeigt.

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