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Indien und USA

Modi und Trump auf Kuschelkurs

Bei seinem ersten Treffen mit Indiens Premierminister Modi hat US-Präsident Trump die Stabilität der Beziehungen beider Länder gelobt. Beide wollen den Handel ausbauen und beim Anti-Terror-Kampf besser kooperieren.

USA Trump und Modi im Weißen Haus (Reuters/K. Lamarque)

Demonstrative Umarmung: Der indische Premier Modi und US-Präsident Trump

Die Beziehungen seien "noch nie stärker, noch nie besser" gewesen, sagte US-Präsident Donald Trump in Washington. Narendra Modi umarmte Trump bei ihrem gemeinsamen Auftritt im Rosengarten des Weißen Hauses. "Wir wollen unsere strategische Partnerschaft zu neue Höhen bringen", sagte der indische Premierminister. Wie Trump habe er das Verlangen, die Produktivität zu steigern und Wachstum und Arbeitsplätze zu schaffen. Indien betrachte die USA als "primären Partner" bei seiner wirtschaftlichen Transformation, sagte Modi.

Indien habe "die am schnellsten wachsende Wirtschaft der Welt", sagte Trump. "Wir hoffen, dass wir Sie bald einholen, was die prozentuale Steigerung angeht", fügte er an Modi gewandt hinzu. Er rief Indien aber auch auf, Handelshemmnisse abzubauen. Es sei wichtig, dass solche Hürden für US-Exporte aus dem Weg geräumt würden, sagte der Republikaner. Im vergangenen Jahr hatten die USA ein Handelsdefizit mit Indien in Höhe von fast 31 Milliarden Dollar. Dies müsse reduziert werden, der Handel insgesamt fairer werden, so Trump. Er hat angekündigt, die US-Exporte auszuweiten und mehr Jobs in Amerika zu schaffen. Trump ergänzte, er sei erfreut über die jüngsten Aufträge aus Indien zum Kauf amerikanischer Flugzeuge. Auch im Energiebereich solle mehr exportiert werden.

Gemeinsam gegen radikale Ideologien

Beide Seiten kamen überein, ihre Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des Terrorismus auszubauen, den Austausch von Geheimdiensterkenntnissen eingeschlossen. Modi sagte, die Eliminierung des Terrorismus gehöre zu den Prioritäten. Trump betonte, er sei sich mit dem Premier einig, terroristische Organisationen und die radikale Ideologie, die dahinter stehe, zu vernichten. "Wir werden den radikalen islamischen Terrorismus zerstören", versicherte der Präsident.

Der US-Präsident dankte Indien zudem für die Unterstützung bei neuen Sanktionen gegen Nordkorea. Nordkorea verursache "gewaltige Probleme", sagte Trump. Darum müsse sich "rasch" gekümmert werden. Zudem bedankte sich Trump bei Modi für die Anstrengungen Indiens in Afghanistan.

Video ansehen 02:07

Ist Modi ein besserer Partner als Trump?

Frühere Spannungen überwunden

Trump hatte Modi im Januar nach Washington eingeladen, als dieser ihm in einem Telefonat zu seinem Amtsantritt gratuliert hatte. Das Verhältnis zwischen den USA und Indien, die als bevölkerungsreichste Demokratien der Erde gelten, hatte sich unter Trumps Vorgänger Barack Obama verbessert. Vor seiner Wahl zum Regierungschef im Mai 2014 hatten die USA und andere Staaten Modi lange die Einreise verweigert und jeden offiziellen Kontakt zu ihm abgelehnt.

Modi und anderen Politikern seiner hindunationalistischen Bharatiya-Janata-Partei war vorgeworfen worden, tödliche Ausschreitungen gegen Muslime in Gujarat angefacht zu haben. Modi, der damals Regierungschef des indischen Bundesstaats war, wies die Vorwürfe stets zurück. Indische Gerichte sprachen ihn frei.

kle/qu (afp, dpae, rtr)

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