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Aktuell Asien

Modi auf Entspannungstour

Indiens Premier ist für Überraschungen gut: Quasi ungeplant hat Narendra Modi dem Nachbarland Pakistan einen Kurzbesuch abgestattet. Es ist ein weiterer Schritt, um die Eiszeit zwischen den Nuklearmächten zu beenden.

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Zeichen der Entspannung

In Indien und Pakistan wurde der Überraschungsbesuch des indischen Premierministers Narendra Modi (rechts im Bild) im Nachbarland mit riesiger Aufmerksamkeit verfolgt. Modi traf sich auf dem Rückweg von einem Besuch in Afghanistan mit Pakistans Ministerpräsident Nawaz Sharif (links) in dessen Haus nahe der nordwestpakistanischen Stadt Lahore.

Erster Besuch seit mehr als einem Jahrzehnt

Die beiden Premiers führten dort ein einstündiges Gespräch. Dieses sei in angenehmer Atmosphäre verlaufen, hieß es im pakistanischen Staatssender PTV. Der Sprecher des pakistanischen Außenministeriums teilte mit, die beiden Regierungschefs hätten sich darauf geeinigt, die Kontakte auszuweiten und verstärkt an gutnachbarschaftlichen Beziehungen zu arbeiten.

Es handelt sich um den ersten Besuch eines indischen Regierungschefs beim Erzfeind seit elf Jahren. Zuletzt war Bihari Vajpayee im Jahr 2004 in Pakistan gewesen. Seit Bombenanschlägen pakistanischer Extremisten im indischen Mumbai 2008 ist das Verhältnis zwischen den Atommächten äußerst angespannt.

Vorsichtige Annäherung

Modi und Sharif kennen sich seit der Amtseinführung Modis im Mai dieses Jahres, auch im November am Rande des Weltklimagipfels in Paris hatten sie ein kurzes Gespräch geführt. Daraufhin war der indische Außenminister Sushama Swaraj nach Pakistan gereist.

Das Verhältnis der benachbarten Atommächte ist seit der Unabhängigkeit von Großbritannien 1947 angespannt. Seit der Aufteilung des Subkontinents führten Indien und Pakistan drei Kriege gegeneinander. Vor allem die Region Kaschmir ist umstritten.

In Kabul hatte Modi an der feierlichen Eröffnung eines Parlamentsgebäudes teilgenommen, das mit indischer Hilfe gebaut wurde.

Indiens Premier Modi (Mitte) und der afghanische Präsident Ghani (rechts) bei der Einweihung des Parlamentsgebäudes in Kabul (Foto: Reuters)

Modi (Mitte) und der afghanische Präsident Ghani (rechts) bei der Einweihung des Parlamentsgebäudes in Kabul


Indien unterstützt die afghanische Regierung. Pakistan dagegen finanziert nach Auffassung vieler Afghanen die aufständischen Taliban. Die pakistanische Regierung weist diesen Vorwurf jedoch zurück.

rb/wa (afp, dpa, rtr)

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