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Sport

Mit voller Konzentration ins Finale

Die ganze Welt freut sich auf einen Fußballklassiker, denn nach Deutschland steht auch Argentinien im Finale. Bundestrainer Löw bleibt ruhig und leitet die entscheidende Konzentrationsphase im deutschen Kader ein.

Joachim Löw zieht für eine optimale Vorbereitung auf das große WM-Finale am Sonntag gegen Argentinien die Zügel noch mal kräftig an und macht die Schotten dicht. Jede Ablenkung ist für die Überflieger vom 7:1 im Halbfinale gegen WM-Gastgeber Brasilien vor der Neuauflage der Final-Duelle von 1990 und 1986 strengstens verboten.

"Herzlichen Glückwunsch, Argentina! Wir sehen uns am Sonntag im Finale", twitterte die DFB-Auswahl Sekunden nach dem

Erfolg des zweimaligen Weltmeisters im Elfmeterschießen

gegen die Niederlande. Anschließend galt aber bereits alle Konzentration der Vorbereitung auf Lionel Messi und Co., gegen die der vierte Stern perfekt gemacht werden soll.

Argentinien steht nicht umsonst im Finale

"Europa gegen Südamerika - eine reizvolle Konstellation. Argentinien ist defensiv stark, kompakt, gut organisiert", sagte Löw kurz nach dem nur am Ende dramatischen zweiten Halbfinale. Mit seiner Mannschaft hatte der Bundestrainer das Spiel auf einer Großleinwand im Basiscamp verfolgt. "In der Offensive haben sie überragende Spieler wie Messi und Higuain", sagte der 54-Jährige, versprach den 80 Millionen deutschen Fans aber für Sonntag auch: "Wir werden uns gut vorbereiten und freuen uns auf Rio." Die Elf um den Weltstar Maradona hatte 1986 in Mexiko die DFB-Auswahl im Endspiel vor 115.000 Zuschauern im Aztekenstadion 3:2 bezwungen, doch im letzten Final-Duell konnte sich das deutsche Team durch einen Elfmetertreffer, von Andreas Brehme, mit 1:0 behaupten.

Jubel Lionel Messi nach dem Halbfinalspiel Niederlande gegen Argentinien (Foto: REUTERS/Dylan Martinez)

Messi und Co. mussten gegen die Niederlande Überstunden machen

Am Donnerstagvormittag durften die Familien-Angehörigen zwar noch einmal für zwei Stunden ins Campo Bahia, dann wurde das deutsche Quartier aber komplett abgeriegelt. Am Vorabend hatte Löw seine Spieler in einer ersten kurzen Ansprache auf Argentinien eingestimmt. Dass seine eigene Mannschaft einen Tag länger regenerieren kann als Messi und Co., die zudem noch die Verlängerung und das Elfmeterschießen in den Knochen haben, dürfe ebenso wenig zu Überheblichkeit führen wie die Gala gegen Brasilien. "Ich habe das Gefühl, dass bei uns alle geerdet und bereit für den letzten Schritt sind", sagte Löw und gab in dieser Hinsicht Entwarnung.

Sorgen machte sich Löw nur um den bislang überragenden Abwehrchef Mats Hummels, der gegen Brasilien wegen einer Sehnenreizung nach 45 Minuten passen musste. "Ich habe ein paar Probleme, hoffe aber, dass ich Sonntag wieder fit bin", sagte der Dortmunder. "Wir müssen aber auch darauf achten, dass wir nicht verkrampfen", hatte Löw vorab gesagt und damit auf den schwierigen Spagat zwischen nötiger Anspannung und Lockerheit hingewiesen. Mit genau dieser Kombination will der dreimalige Weltmeister seinen ersten Titel seit 1996 gewinnen, der dann auch gebührend gefeiert werden würde. Sollte gegen dem 14-maligen Copa-America-Sieger der vierte Stern perfekt gemacht werden, soll es in einem Nobelhotel an der Copacabana eine riesige Samba-Party mit einigen Überraschungen geben.

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